Sie stellen ein Tool zur Meldung von Fällen von Antisemitismus im Sport in Deutschland vor

Berlin, 30. Oktober (EFE). – Die jüdischen Sportorganisationen Maccabi Deutschland und Borussia Dortmund haben an diesem Montag ein Tool eingeführt, um Fälle von Antisemitismus im deutschen Sport schnell zu melden.

Dortmund, das bei diesem Projekt Vorreiter ist, prüft, das Tool als Funktion auf seiner Website zu integrieren, und alle Sportvereine im Land können das Gleiche tun.

Laut einer Studie von Maccabi Deutschland werden viele Fälle von Antisemitismus nie gemeldet und verschwinden einfach.

Derzeit, so nannte er ein Beispiel, würden nur 54 Prozent der bei einem Verein gemeldeten Fälle an andere Sportagenturen weitergeleitet und nur 24 Prozent an Nicht-Sportagenturen.

„Nur wenn das Problem des Antisemitismus in unserem Sport vollständig erkannt wird, können wir ihn wirksam bekämpfen“, sagte Maccabi-Deutschland-Präsident Alois Meyer.

Die Funktion des Internets bestehe nicht nur darin, die Berichterstattung über bestimmte Fälle zu erleichtern, sondern auch darin, Probleme sichtbar zu machen.

Nach Angaben der Konföderation der Antisemitismus-Informations- und Forschungszentren (RIAS) sind in den letzten Wochen nach Hamas-Angriffen in Israel die antisemitischen Vorfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 240 Prozent gestiegen.

(c) EFE-Agentur

Herrick Vogt

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