Dänemark hält zwei Personen fest und vier weitere sind Ziel einer Terrorismusermittlung, sagte ein Staatsanwalt am Freitag in einem Fall, der mit den Festnahmen in den Niederlanden und mehreren mutmaßlichen Hamas-Mitgliedern in Deutschland zusammenfällt.
Die deutschen Behörden gaben an, dass die drei Festgenommenen verdächtigt würden, Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Europa vorbereitet zu haben. Nach Angaben der dänischen Behörden sei eine Person in den Niederlanden festgenommen worden, es sei jedoch unklar, ob ein Zusammenhang mit den Hamas-Ermittlungen in Deutschland bestehe.
Die dänische Polizei hat in ihren Ermittlungen keine angeblichen Verbindungen zur Hamas erwähnt. Die beiden in Dänemark festgenommenen Personen bleiben bis zum 9. Januar in Sicherungsverwahrung. Medien identifizierten sie als einen Mann in den Fünfzigern und einen 19-jährigen Teenager.
Der Geheimdienst PET gab am Donnerstag die Festnahme von drei Personen wegen des Verdachts bekannt, „Terroranschläge“ geplant zu haben. Einer von ihnen, von dänischen Medien als 29-jähriger Mann identifiziert, sei freigelassen worden, sagte Staatsanwalt Anders Larsson am Freitag nach einer Anhörung vor einem Kopenhagener Gericht am Vorabend.
Larsson fügte hinzu, dass sich vier weitere Personen in „Abwesenheitshaft“ befänden, sagte jedoch nicht, ob die Behörden über ihren Aufenthaltsort Bescheid wussten oder ob Durchsuchungen durchgeführt worden seien. Ohne ins Detail zu gehen, sagte er: „Es gibt eine Person, die immer noch auf freiem Fuß ist.“
Ein Gerichtsbeschluss verbot die Identifizierung von Verdächtigen und der Prozess fand „hinter verschlossenen Türen“ statt – das bedeutet, dass keine Einzelheiten des Falles bekannt waren und geheim gehalten wurden.
Die deutsche Staatsanwaltschaft gab an, dass die drei am Donnerstag festgenommenen Männer mit der Suche nach Hamas-Waffenlagern in Europa beauftragt worden seien.
„Sie mussten es nach Berlin bringen und es angesichts des Potenzials für Terroranschläge gegen jüdische Einrichtungen in Europa vorbereiten“, erklärten sie.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ordnete ein Richter am Freitag an, dass die drei in Berlin festgenommenen Männer in Untersuchungshaft bleiben, während Anklagen wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrororganisation geprüft werden. Der vierte Verdächtige im deutschen Fall wurde am Donnerstag in der niederländischen Stadt Rotterdam festgenommen.
Deutsche Staatsanwälte behaupteten, die Verdächtigen seien „schon lange Mitglieder der Hamas und beteiligten sich an Hamas-Operationen im Ausland“. Sie argumentieren, dass die Verdächtigen enge Verbindungen zum militärischen Flügel der Hamas haben, die von den USA und der Europäischen Union als Terrororganisation angesehen wird.
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Der assoziierte Presseautor Geir Moulson in Berlin hat zu diesem Bericht beigetragen.



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