29. Juni (Reuters) – Laut einer Studie der Wirtschaftsauskunftei ist die Zahl der insolventen deutschen Unternehmen im ersten Halbjahr aufgrund der Energiekrise, der Inflation und steigender Zinsen so schnell gestiegen wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr . Die Kreditreform wurde am Donnerstag veröffentlicht.
Laut Creditreform gab es zwischen Januar und Juni 8.400 Unternehmensinsolvenzen in Deutschland, 16,2 % mehr als im ersten Halbjahr 2022 und der größte prozentuale Anstieg seit mehr als 20 Jahren.
„Die enorme Kostenbelastung durch die hohen Energie- und Materialmengen hat verheerende Auswirkungen“, sagte Creditreform-Chefvolkswirt Patrik-Ludwig Hantzsch.
Weitere Belastungsfaktoren für die Unternehmen seien schlechte Verbraucherbedingungen und die Verteilung reichlicher Staatsgelder in der vergangenen Krise, die die Unternehmen zu stark von staatlicher Finanzierung abhängig gemacht und ihre Geschäftsmodelle erst zu spät an die Effizienz angepasst hätten, stellte Creditreform fest. .
Diese Kombination sei für Unternehmen kontraproduktiv und führe in einem steigenden Zinsumfeld zu einer „wirtschaftlichen Sackgasse“, so Hantzsch.
Die Kreditreform prognostiziert für den Rest des Jahres einen erneuten Anstieg der Insolvenzquote, da die hohe Inflation und steigende Zinsen weiterhin die Aktivität deutscher Unternehmen behindern werden.
„Die Zahl der Insolvenzen könnte in den kommenden Monaten sogar noch zunehmen“, so Hantzsch abschließend.
(Berichterstattung von Klaus Lauer, Text von Andrey Sychev; Bearbeitung auf Spanisch von Javi West Larrañaga)



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