Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel verlässt die Konrad-Adenauer-Stiftung

Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel ist kürzlich aus der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) ausgetreten, einer großen Denkfabrik, die direkt mit ihrer politischen Partei, der Christlich-Demokratischen Union (CDU), verbunden ist.

Ein Stiftungssprecher bestätigte am Freitag, dass Merkel bei einer Sitzung vergangene Woche deutlich gemacht habe, dass sie weder im einflussreichen 55-köpfigen Aufsichtsrat noch bei künftigen Mitgliederversammlungen mehr auftreten könne.

Es ist der jüngste von mehreren Schritten der 2021 aus dem Amt scheidenden Merkel, sich vollständig aus der Spitze der deutschen Politik zurückzuziehen.

Als die Stiftung am 1. Dezember in einer Pressemitteilung die Wiederwahl von Präsident Norbert Lammert und anderen hochrangigen Mitgliedern ankündigte, erwähnte sie nicht, dass das vielleicht berühmteste Mitglied der Organisation zurücktreten würde.

Die Nachricht von Merkels Abgang wurde durch Notizen in Veröffentlichungen bekannt Der Spiegel die am Samstag in der Zeitung veröffentlicht wurde.

Bei der Stiftung handelt es sich um einen Think Tank, der direkt mit der Christlich-Demokratischen Partei verbunden ist, aus rechtlichen Gründen aber auch nominell von der Partei unabhängig ist.

Benannt ist es nach dem ersten deutschen Nachkriegskanzler, Konrad Adenauer, der bei der Gründung der CDU im Jahr 1955 an der Macht war.

Jede große Partei, die in Deutschland im Parlament vertreten ist, kann und wird in der Regel auch eine solche Organisation gründen.

Diese Stiftung wird größtenteils vom Staat finanziert. Ihr Ziel ist die Förderung politischer Bildung, Forschung und Wissen im In- und Ausland. Diese Gruppen gelten als einflussreich bei der Gestaltung der intellektuellen und politischen Agenda der Partei.

Der Spiegel zitierte Merkel-nahe Personen mit den Worten, dass die Altkanzlerin ihre Entscheidung mit den Worten „Ich bin dieser Rolle entwachsen“ begründet habe.

Laut der Wochenzeitung erklärte Merkels Umfeld, sie habe nicht versucht, eine Botschaft gegen ihre Stiftung oder Partei zu senden. Sie sagten, er wolle einfach ein neues Leben führen, völlig frei von politischen Verpflichtungen.

Um im Vorstand einer Stiftung vertreten zu bleiben, ist die regelmäßige Teilnahme an dessen Sitzungen erforderlich.

Von dieser Regel machte die KAS nur eine Ausnahme: ein weiterer Altkanzler, Helmut Kohl, der in den Jahren vor seinem Tod unter einem gravierenden gesundheitlichen Verfall litt.

Merkel hat vor und nach ihrem Rücktritt als Kanzlerin mehrfach erklärt, dass sie sich nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt aus der Frontpolitik zurückziehen wolle. Allerdings sorgte das Ausmaß, in dem er alte Bindungen abbrach, in manchen Kreisen für Stirnrunzeln.

Wie ausgedrückt durch Der SpiegelEin CDU-Politiker bezeichnete Merkels Abgang, wenn auch vertraulich, als „Schisma“ mit ihrer Partei, ein anderer nannte es eine „Eiszeit“.

Merkel trat mehrere Jahre vor ihrem Rücktritt als Kanzlerin vom CDU-Vorsitz zurück, kurz nachdem sie angekündigt hatte, dass sie sich 2021 nicht mehr zur Wiederwahl stellen werde. Außerdem begann sie, ihre öffentlichen Auftritte auf das zu beschränken, was für das Amt der Kanzlerin in ihrer letzten Amtszeit erforderlich war.

Kurz nach seinem Ausscheiden aus dem Amt kündigte er an, mit Beate Baumann, einer langjährigen Mitarbeiterin, an seinen Memoiren zu arbeiten.

Doch seine bewegte Vergangenheit mit dem derzeitigen CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz hat zu Spekulationen darüber geführt, wie nah er der Partei steht oder ihr bleiben wird.

Merkel und Merz konkurrieren nach dem Abgang von Helmut Kohl faktisch um die Kontrolle über die CDU. Merkel gewann den Kampf und Merz verließ schließlich die Politik, kehrte jedoch zurück, als klar wurde, dass Merkel gehen würde.

Seit er die Führung der Partei übernommen hat, versucht er, die jetzt in der Opposition befindliche CDU etwas weiter rechts zu positionieren. Merkel gilt vielen als die zentristische Führerin der CDU.

Merkel bleibt vorerst Mitglied der CDU, dem vielleicht bekanntesten Mitglied außerhalb Deutschlands.

(Mit Informationen der Agentur)

Friederic Beck

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