Norwegen schützt Öl und Gas mit deutscher, britischer und französischer Militärhilfe

Norwegen, Europas wichtigster Gaslieferant, hat die militärischen Beiträge Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs akzeptiert, um die Sicherheit seiner Öl- und Gasexploration zu gewährleisten, kündigte der Premierminister diesen Freitag an. Die Ankündigung erfolgt nach der angeblichen Sabotage der Gaspipeline Nord Stream in der angrenzenden Ostsee.

„Wir sind in Gesprächen mit unseren Verbündeten, um die (militärische) Präsenz in norwegischen Gewässern zu verstärken, und wir haben die Beiträge Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens akzeptiert“, sagte der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støre auf einer Pressekonferenz.

Die Ankündigung erfolgt Tage nach der Entdeckung von vier Lecks, denen Explosionen vorausgingen, in der Nord Stream-Gaspipeline, die die Russische Föderation unter der Ostsee mit Deutschland verbindet, ein Vorfall, der allgemein als Sabotageakt angesehen wird.

„Ich verstehe, dass die Menschen besorgt sind über die Folgen der Situation in der Ostsee und dass etwas Ähnliches in norwegischen Petrogasanlagen passieren könnte“, erklärt Støre. „Wir haben keinen Hinweis auf eine direkte Bedrohung des norwegischen Petrogassektors“, fügte er hinzu.

Nach den Lecks und Explosionen an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 vor der dänischen Insel Bornholm zwischen Südschweden und Polen kündigte Norwegen die Stärkung seiner eigenen Petrogasinfrastruktur an, insbesondere mit einem „sichtbareren „militärische Präsenz.

An diesem Freitag erklärte Støre, dass zwei Schiffe der norwegischen Küstenwache eingesetzt worden seien, um die Bohrinsel zu patrouillieren, und dass das Gebiet auch von Seeaufklärungsflugzeugen überwacht werde.

Nachdem Norwegen nach einer Reduzierung der russischen Lieferungen nach der Invasion der Ukraine durch die Moskauer Streitkräfte zum wichtigsten Gaslieferanten für Europa geworden ist, ist Norwegen durch ein Netz von Unterwasser-Gaspipelines mit einer Länge von etwa neuntausend Kilometern mit dem alten Kontinent verbunden. . Støre, der diesen Freitag mit europäischen Staats- und Regierungschefs und dem NATO-Generalsekretär zusammentrifft, wird am Samstag die Bohrinsel Sleipner in der Nordsee besuchen.

Ricarda Lange

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