„Es sieht aus wie eine Invasion…“ Elon Musk kritisierte am Samstag die Unterstützung Berlins für NGOs, die Migranten im Mittelmeer retten. „Wissen die Deutschen das? „, schrieb der amerikanische Milliardär am Freitag in seinen sozialen Netzwerken (ex-Twitter) indem er einen Beitrag von einem Account namens „RadioGenoa“ teilte, der die Rettung von Migranten im Mittelmeer durch von Berlin unterstützte NGOs verurteilte und zu dem Schluss kam: „Hoffen wir, dass die AfD (Deutschlands rechte Partei) die Wahlen gewinnt.“
„Ja, das nennen wir Leben retten“, antwortete das Auswärtige Amt dem Geschäftsmann bei X. „Darauf sind Sie also eigentlich stolz.“ Interessant. Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass die Mehrheit der Deutschen das befürwortet. Führen Sie Umfragen durch? Sicherlich wäre es eine Verletzung der italienischen Souveränität, wenn Deutschland eine große Zahl illegaler Einwanderer auf italienischen Boden transportieren würde? Da denkt man über eine Invasion nach …“, fügte der Chef der Elektrofahrzeughersteller Tesla und SpaceX am Freitag- bis Samstagabend hinzu.
„Rechtliche Verpflichtungen und Europa“
Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock verteidigte am Donnerstag die Rolle von NGOs bei der Unterstützung von Migranten, die versuchen, über Italien nach Europa einzureisen. „Menschen vor dem Ertrinken im Meer zu retten ist eine gesetzliche und europäische Verpflichtung“, betonte er. „Die illegale Einwanderung muss aufhören, aber ich unterstütze voll und ganz die deutliche Ausweitung und Vereinfachung der legalen Einwanderung“, schrieb Elon Musk in X.
Am 8. Oktober finden in Deutschland, Bayern (Süd) und Hessen (Mitte) Landtagswahlen statt. Am Freitag warnte Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni, dass ihr Land keine von ausländischen NGOs geretteten Migranten mehr aufnehmen wolle. Rom wirft Berlin vor, mehrere Hilfsorganisationen im Mittelmeer zu finanzieren, die teilweise unter deutscher Flagge agieren. Giorgia Meloni schrieb diese Woche an Bundeskanzler Olaf Scholz, um ihr „Erstaunen“ über diese Subventionen zum Ausdruck zu bringen.
Die Aufnahme von Flüchtlingen steht in Deutschland wieder im Mittelpunkt der Debatte, ebenso wie die Unterstützung der AfD, deren Wahlabsichten einen Rekordwert erreichen. Anfang September drohte Elon Musk mit einer Klage gegen die Anti-Defamation League (ADL, die Antisemitismus und Rassismus bekämpft), der er vorwarf, sein soziales Netzwerk diffamiert zu haben.



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