(Informationen vom unterzeichnenden Unternehmen übermittelt)
Eine neue Analyse der Bertelsmann Stiftung zeigt, wie auch andere Länder das deutsche Erfolgsmodell der dualen Berufsausbildung einführen könnten. Zwar ist eine vollständige Übertragung des deutschen Systems schwierig, aber auch nicht notwendig.
Gütersloh, 30. November 2023 (News Aktuell.-) Das duale Ausbildungssystem gilt weltweit als Erfolgsmodell. Doch wie lässt sich dieses Erfolgsmodell auf andere Länder übertragen? Diese Frage beantwortet Professor Dieter Euler in seiner neuen Studie „Roadmap für eine hochwertige duale Berufsausbildung“, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht wurde. Die Studie wurde auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch veröffentlicht.
Um was geht es hierbei? Das duale Ausbildungssystem erfreut sich seit vielen Jahren internationaler Beliebtheit: Die enge Abstimmung zwischen Berufsausbildung und betrieblicher Praxis gilt als Erfolgsrezept für die Fachkräftequalifizierung. Dieses System kann jedoch nicht einfach von einem Land auf ein anderes übertragen werden, da die Bildungspolitik und die sozioökonomischen Bedingungen jedes Landes unterschiedlich sind. Deshalb hat Dieter Euler nicht die 1:1-Übertragung beschrieben, sondern das duale Berufsausbildungssystem in elf Komponenten unterteilt, die auch separat betrachtet werden können: Wie wird das duale System finanziert? Wie lassen sich betriebswirtschaftliche Theorie und Praxis gut verbinden? Wie wird die Prüfung durchgeführt? Die Analyse zeigt, wie die Übertragung verschiedener Elemente erfolgen kann und welche Substitutionsmöglichkeiten bestehen. Damit geht diese Vision über das deutsche System hinaus und erstreckt sich auf die internationale Ebene: Auch in anderen Ländern gibt es Berufsausbildungssysteme mit dualen Elementen, die auf gleicher Ebene als Vorbild dienen könnten.
Die elf Elemente sind außerdem in vier Umsetzungsphasen unterteilt, was sehr unterschiedliche Visionen ermöglicht. Der resultierende Überblick wird mit praktischen Beispielen illustriert. Einerseits können diese Elemente die Grundlage für mögliche Reformen bilden. Zweitens kann diese Analyse genutzt werden, um den bestehenden Reformprozess aus historischer und inhaltlicher Perspektive strukturiert zu analysieren. Der Autor verdeutlicht dies anhand zweier detaillierter Fallstudien zu Berufsbildungsreformen in Albanien und Spanien.
„Jede Veränderung ist ein Prozess, kein Selbstzweck“: Dieses Zitat erklärt gut, worauf man bei der Einführung einer dualen Ausbildung achten muss. Wer jedoch das bestehende Ausbildungssystem im Sinne der Dualisierung reformieren möchte, muss die Bedingungen der bestehenden Rahmenbedingungen berücksichtigen und diese an seinen bildungspolitischen, sozialen und wirtschaftlichen Zielen ausrichten. Mit anderen Worten: Das duale Ausbildungssystem im deutschsprachigen Raum ist ein gutes Beispiel, aber nicht unbedingt ein Vorbild. Ziel dieser Studie ist es, alle politischen, administrativen und wissenschaftlichen Führungskräfte reforminteressierter Länder zu einem gemeinsamen Lernprozess zu ermutigen.
Links und Direktlinks zu vier Versionen (in Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch):
Herausgeber: Bertelsmann Stiftung
Ansprechpartner: Clemens Wieland / clemens.wieland@bertelsmann-stiftung.de / +49 5241 8181352



„Unternehmer. Preisgekrönter Kommunikator. Autor. Social-Media-Spezialist. Leidenschaftlicher Zombie-Praktiker.“

