Ukrainisch-Russischer Krieg | Die Schweiz durchkreuzt deutsche und dänische Pläne

Die Schweiz wird weiterhin an ihrer historischen Neutralitätspolitik festhalten. An diesem Freitag hat das Land das deutlich gemacht Es wird nicht zulassen, dass in der Schweiz hergestellte Waffen über einen Drittstaat in die Ukraine gelangen. Bezogen auf Schweizerisches KriegsmaterialrechtAusfuhranträge können nicht genehmigt werden, wenn sich das Empfängerland in einem internationalen bewaffneten Konflikt befindet, eine Bedingung, die die Ukraine jetzt erfüllt.

„Weil die Ausfuhr von Kriegsmaterial aus der Schweiz in die Ukraine nicht auf der Grundlage der neutralitätsrechtlichen Gleichbehandlung legalisiert werden kann (…) Es ist unmöglich, dem Antrag Deutschlands und Dänemarks auf Lieferung von Kriegsmaterial an die Ukraine zuzustimmen“, hat der Bundesrat gezeigt.

Das hat die Bundesregierung aber entschieden ja es ist weiterhin möglich Kriegsmaterial in Form von Montageteilen oder Einzelteilen zu versenden an europäische Rüstungsunternehmen, obwohl produziertes Kriegsmaterial wahrscheinlich in die Ukraine geschickt wird. „Der Versand von Kriegsmaterial in Form von Ersatzteilen und Montagepaketen war grundsätzlich erlaubt, sofern der Anteil am Endprodukt für Länder wie Italien und Deutschland weniger als 50 % betrug“, erinnerte er.

Bern lehnte jedoch Anfragen aus Deutschland und Dänemark ab, Kriegsmaterial in die Ukraine zu schicken. Durch schweizerischen Entscheid Der Antrag Dänemarks, der Ukraine etwa 20 Infanterie-Kampffahrzeuge Piranha III in die Ukraine zu schicken, wurde annulliertDas berichtete der Schweizer Sender SRF am Mittwoch. Der von der Schweizer Firma Mowag hergestellte Piranha III ist in verschiedenen Armeen vertreten, darunter Spanien, Belgien, Kanada, die Vereinigten Staaten, Neuseeland und die Schweiz selbst.

Obwohl Russland neutral ist, hat es bereits für die Unterstützung der Schweiz für Sanktionen gestimmt

Im Falle Deutschlands lehnte die Schweiz bereits im April einen ähnlichen Antrag aus Berlin ab in diesem Fall handelt es sich um in der Schweiz hergestellte Munition für den kugelsicheren Panzer Modell Gepard. „Zwei Anfragen aus Deutschland wurden abgelehnt, gestützt auf die Neutralität der Schweiz und die verbindlichen Ablehnungskriterien des Kriegsmaterialgesetzes“, sagte ein Sprecher des Schweizerischen Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) damals.

Obwohl die Schweiz die Unparteilichkeit der Waffen wahrt, hat sie sich den EU-Sanktionen angeschlossen, die darauf abzielen, Russland für den Einmarsch in die Ukraine zu bestrafen. eine Entscheidung, die es auf Moskaus Liste der „feindlichen“ Länder setzte. Nun steht Berns Neutralitätspolitik vor der grössten Bewährungsprobe seit Jahrzehnten: Das Land befindet sich in einer internen Debatte über die Auslegung der Politik. sie hat die Schweiz im 20. Jahrhundert aus zwei Weltkriegen herausgehalten.

Friederic Beck

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