Tesla eröffnet seine erste Fabrik in Europa

BERLIN (dpa) – Der Elektroautobauer Tesla hat am Dienstag seine erste europäische Fabrik am Rande Berlins eröffnet und versucht, mit dem deutschen Autobauer an der eigenen Front zu konkurrieren.

Das US-Unternehmen sagte, seine neue „Gigafactory“ werde 12.000 Mitarbeiter beschäftigen und eine halbe Million Fahrzeuge pro Jahr produzieren.

Bundeskanzler Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Robert Habeck nahmen gemeinsam mit Tesla-Chef Elon Musk an der Eröffnungsfeier in Grünheide vor den Toren der Hauptstadt teil.

Habeck sagte, die Eröffnung des Werks sei ein „schönes Symbol“ dafür, dass benzinbetriebene Autos durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden könnten, da Deutschland und andere Länder versuchen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und Unabhängigkeit von russischem Öl zu erlangen. Tesla begann vor weniger als drei Jahren mit dem Bau der riesigen Anlage, bevor es die offizielle Genehmigung erhielt. Wenn er es nicht bekam, würde er gezwungen sein, alles niederzureißen.

„Das ist eine andere Unternehmensrisikokultur“, sagte Habeck und verglich Teslas Vorgehen mit dem langsamen Tempo deutscher Bauprojekte wie dem neuen Berliner Flughafen, dessen Bau mit neun Jahren Verspätung begann.

Umweltaktivisten haben davor gewarnt, dass die Anlage die Trinkwasserversorgung in der Region beeinträchtigen könnte.

Tesla hat die Warnung ignoriert. Er hat den meisten Pressevertretern den Zugang zur Website und zur Zeremonie am Dienstag verweigert.

Lora Kaiser

"Unternehmer. Preisgekrönter Kommunikator. Autor. Social-Media-Spezialist. Leidenschaftlicher Zombie-Praktiker."

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert