ter Stegen: „Man kann nicht erwarten, dass Gavi oder Pedri das Team in schwierigen Zeiten führen“

Der deutsche Torhüter hat sich zu einem der Anführer Barcelonas entwickelt und diese Rolle bringt eine große Verantwortung mit sich: Er muss Leistung erbringen, wenn es kein anderer tun kann.

In einem Interview für das Magazin Icon El País sprach Marc André darüber, wie er versucht, ein „normales“ Leben in der Welt des Fußballs zu führen: „Das Leben, das ich als Kind führte, war anders als das Leben meiner Kinder. Ich reise mit dem Bus, mit der Bahn. Und wenn ich meinem Kind ein gutes Vorbild sein will, muss ich versuchen, ihm ein möglichst normales Leben zu ermöglichen, sofern es überhaupt eine Normalität gibt. Ich bezahle die Rechnung persönlich. Kann ich das jemand für mich machen lassen? Ja, aber in Wirklichkeit ist das nicht der Fall. Sie können der Realität und dem Alltag entfliehen. Wenn Sie andere alles für Sie tun lassen, was passiert dann, wenn ich in Rente gehe? „Es wird niemanden mehr geben, der alles macht.“

Er sprach auch über die geschäftliche Seite seines ehemaligen Teamkollegen Gerard Piqué: „Er hat keine Angst davor, Fehler zu machen. Berechnen Sie natürlich die Konsequenzen, aber die Risiken lassen Sie nicht anders denken. Sicherlich haben Sie Menschen, die Ihnen helfen und denen Sie vertrauen. Aber egal wie sehr man alles analysiert, es besteht immer ein Risiko. „Sie bereiten Fußballer darauf vor, auf dem Platz die Besten zu sein, aber nicht im Geschäft.“ Darüber hinaus sagte er, dass die Fehler, die er gemacht habe, ihm in der Zukunft, wenn er in den Ruhestand gehe, Erfahrungen bescheren würden.

Der Culé-Kapitän erklärte die Bedeutung der Führung in einer Mannschaft wie Barcelona: „In guten Zeiten kann jeder handeln. Es ist vernünftig. Aber um in schwierigen Zeiten zu sein, muss man schlechte Erfahrungen machen. Sie können Spielern vertrauen, die schwierige Momente durchgemacht haben. Man kann nicht erwarten, dass Gavi oder Pedri, die sehr gute Fußballer sind, aber erst seit kurzer Zeit in der ersten Mannschaft sind, die Mannschaft in schwierigen Zeiten anführen. In fünf Jahren wird es etwas anderes sein. Wir werden über Fußballer mit unterschiedlichem Hintergrund sprechen. Schauen Sie sich Frenkies Fall an. Er hat härtere Zeiten durchgemacht. Und sie sind diejenigen, die wir brauchen, um voranzukommen.“

ter Stegen kommt auf ein schwieriges Thema zurück, von dem viele Barca-Spieler profitiert haben: „Die Niederlage der Bayern war eine sehr schmerzhafte Niederlage, es war sehr wichtig, sich menschlich weiterzuentwickeln. Im Moment ist es so schwer, dass man da rausgehen und einen Schritt nach vorne machen muss. „Wenn du das nicht tust, bist du nicht für eine Mannschaft wie Barca gemacht“, schlussfolgerte der deutsche Torwart.

Lora Kaiser

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