Das iranische Außenministerium bezeichnete am Sonntag eine kritische Position des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz in seinen Beziehungen zur Islamischen Republik Iran als „interventionistisch, provokativ und undiplomatisch“.
Ministeriumssprecher Nasser Kananí versicherte, der Iran habe sich in Bezug auf die Menschenrechte immer auf das „Verantwortungsprinzip“ gestützt und die Würde der Menschen und Unterdrückten verteidigt, während Deutschland stets unverantwortlich gehandelt habe.
Berlin „vernachlässigt seine internationale Verantwortung, die staatliche Souveränität zu respektieren und die terroristischen und separatistischen Gruppen der Islamischen Republik Iran zu schützen, und verfolgt einen doppelten und selektiven Ansatz gegenüber den Verbrechen des zionistischen Regimes (Israel), während es sich als Verteidiger der Rechte darstellt, “ er sagte.
Bundeskanzler Olaf Scholz forderte am Samstag neue EU-weite Sanktionen gegen den Iran als Reaktion auf die Niederschlagung friedlicher Demonstrationen mit der Lieferung von Drohnen an Russland, um zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen.
Der iranische Sprecher fügte hinzu, dass „leider einige Demonstranten die Menschenrechte zu einem politischen Spielinstrument gemacht und ihre dunkle Bilanz gegen das ehrenwerte und hartnäckige Volk des Iran vergessen haben“.
Nasser Kananí warnte Berlin davor „Die Zerstörung historischer Bindungen hat langfristige Folgen“ und riet den deutschen Behörden, „die Rationalität in einer Atmosphäre der Bindungen wiederherzustellen und weitere Unordnung in den Beziehungen zu vermeiden“.
Er wies auch darauf hin, dass die Menschenrechtsforderungen der Islamischen Republik Iran an die deutschen Behörden eine lange Liste umfassen und Deutschland sich verantwortungsbewusst zu seinen vergangenen Handlungen äußern müsse.
In diesen Zeilen sagte Nasser Kananí, dass Deutschland das Bagdad-Regime während des Krieges zwischen Iran und Irak (1980-1988) und auch die gegen den Iran verhängten Sanktionen nach dem Ausstieg der Vereinigten Staaten (USA) aus dem Atomabkommen im Jahr 2018 unterstützt habe.
Der iranische Diplomat kritisierte auch das „Schweigen“ und die fehlende Verurteilung Berlins zum „Terroranschlag auf das Shahcheragh-Mausoleum“ in der Stadt Shiraz vom 26. Oktober.
„Respekt und gegenseitiger Nutzen sind der einzige Weg zu einer nachhaltigen Zusammenarbeit“, erinnert sich Nasser Kananí.



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