Symbolischer Protest deutscher Spieler

Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch gegen Japan hielten beim üblichen Mannschaftsfoto den Mund.

Ein symbolischer Protest einer der Nationalmannschaften, die sich am lautesten für die Menschenrechte in Katar eingesetzt hat.

Einer der Hauptansprüche des deutschen Gefolges bezog sich auf die Gemeinschaft LGBTQIA+ und wie sie in den Gastgeberländern der Fußballweltmeisterschaft diskriminiert werden.

Heute wurde die Möglichkeit geäußert, dass Manuel Neuer mit der Regenbogenbinde „One Love“ ins Spiel gehen und damit eine Gelbe Karte riskieren würde. Letztlich geschah dies nicht, doch der Schiedsrichter versäumte es nicht, die vom deutschen Torwart verwendete Kapitänsbinde zu überprüfen.

Die Kontroverse um die One Love-Armbinde wurde relevant, als sieben europäische Verbände – da sind die Portugiesen nicht eingerechnet – zusammengekommen trägt eine Armbinde mit der Aufschrift „One Love“, die sich auf Gleichberechtigung bezieht, die laut FIFA jedoch unmöglich ist, sogar über Sanktionen reden.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gab gestern bekannt, dass er mögliche Maßnahmen gegen das FIFA-Verbot für die Verwendung dieser Armbinden prüfen wird.

„Die FIFA verbietet uns, ein Zeichen für Diversität und Menschenrechte zu setzen. Sie übt in großem Stil Drohungen mit Sportsanktionen aus, ohne sie in die Tat umzusetzen“, beklagte ein DFB-Sprecher.

Der Bild-Zeitung zufolge könnte der DFB beim Schiedsgericht für Sport Berufung einlegen, um zu versuchen, dem Verbot der FIFA entgegenzuwirken: Das in Lausanne ansässige Gremium hat bestätigt, dass es in dieser Angelegenheit nichts erhalten hat.

Auf der Tribüne trug die deutsche Innenministerin Nancy Faeser eine One-Love-Armbinde.

In einer Erklärung im Anschluss an diesen Protest erklärte der Deutsche Fußball-Bund, dass „Menschenrechte nicht verhandelbar“ seien.

Ricarda Lange

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