Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch gegen Japan hielten beim üblichen Mannschaftsfoto den Mund.
Ein symbolischer Protest von einem der lautstärksten Teams zur Verteidigung der Menschenrechte in Katar.
Ibrahim Noroozi
Eugene Hoshiko
Einer der Hauptansprüche des deutschen Gefolges bezog sich auf die Gemeinschaft LGBTQIA+ und wie sie in den Gastgeberländern der Fußballweltmeisterschaft diskriminiert werden.
Heute wurde die Möglichkeit geäußert, dass Manuel Neuer mit der Regenbogenbinde „One Love“ ins Spiel gehen und damit eine Gelbe Karte riskieren würde. Letztlich geschah dies nicht, doch der Schiedsrichter versäumte es nicht, die vom deutschen Torwart verwendete Kapitänsbinde zu überprüfen.
Matias Schrader
Die Kontroverse um die One Love-Armbinde wurde relevant, als sieben europäische Verbände – da sind die Portugiesen nicht eingerechnet – zusammengekommen trägt eine Armbinde mit der Aufschrift „One Love“, die sich auf Gleichberechtigung bezieht, die laut FIFA jedoch unmöglich ist, sogar über Sanktionen reden.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gab gestern bekannt, dass er mögliche Maßnahmen gegen das FIFA-Verbot für die Verwendung dieser Armbinden prüfen wird.
„Die FIFA hat uns verboten, ein Zeichen für Vielfalt und Menschenrechte zu setzen. Sie hat die Androhung von Sportsanktionen in großem Stil geschürt, ohne sie in die Tat umzusetzen“, beklagte ein DFB-Sprecher.
Der Bild-Zeitung zufolge könnte der DFB beim Schiedsgericht für Sport Berufung einlegen, um zu versuchen, dem Verbot der FIFA entgegenzuwirken: Das in Lausanne ansässige Gremium hat bestätigt, dass es in dieser Angelegenheit nichts erhalten hat.
Auf der Tribüne trug die deutsche Innenministerin Nancy Faeser eine One-Love-Armbinde.
ANEGRET HILSE
In einer Erklärung im Anschluss an diesen Protest erklärte der Deutsche Fußball-Bund, dass „Menschenrechte nicht verhandelbar“ seien.



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