Strom und Gas sind im Januar für Millionen deutscher Haushalte gestiegen

Laut Verivox haben die lokalen Energieversorger insgesamt 137 Preiserhöhungen für Strom und 167 für Gas angekündigt.

So ist Strom durchschnittlich 61 % teurer und Gas 54 % teurer, was einige hundert Euro Mehrkosten bedeutet.

Portal Check24 verzeichnete ab Januar 194 Strompreiserhöhungen in der Grundversorgung und 121 Gaspreiserhöhungen.

Rund 4,2 Millionen Familien werden von einer Strompreiserhöhung von durchschnittlich 61,8 % gegenüber dem 30. September betroffen sein, während etwa zwei Millionen Familien nach Berechnungen von Check24 durchschnittlich 58,0 % mehr für die Grundversorgung mit Gas zahlen müssen.

„Bei steigenden Preisen der Ortsgrundtarife treffen die Kosten der Energiekrise immer mehr Haushalte“, sagt Thorsten Storck, Energiespezialist bei Verivox.

Er fügte hinzu, dass „die Lieferanten das hohe Preisniveau im Großhandel sowie die steigenden Kosten für die Netznutzung widerspiegeln“.

„Verbraucher zahlen in diesem Winter mehr denn je fürs Heizen“, sagt Steffen Suttner, Energiemanager bei Check24.

„Der Krieg in der Ukraine und die Schließung mehrerer Kernkraftwerke in Frankreich haben die Preise in die Höhe getrieben. Bei sehr niedrigen Temperaturen werden die Energiekosten weiter steigen“, fügte er hinzu.

Auf der Stromseite habe der Wegfall der Umlage für die Finanzierung erneuerbarer Energien „zunächst eine gewisse Entlastung für die Verbraucher gebracht“, sagte er.

Die Verbraucher sollten jedoch „auf erhebliche Preiserhöhungen vorbereitet sein“, fügte er hinzu.

„Gasgeneratoren spielen im deutschen Strommix eine entscheidende Rolle, um Schwankungen bei den Erneuerbaren Energien auszugleichen. Sie bestimmen damit maßgeblich den Strompreis. Die hohen Preise werden zeitnah an den Endkunden weitergegeben“, erläuterte er.


Ricarda Lange

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