Die Allianz zwischen Siemens Energy und der spanischen Dragados Offshore – einer Tochtergesellschaft der französischen Vinci – wurde zur goldenen Eiablage. Die beiden Unternehmen haben mit TenneT, einem deutsch-niederländischen Übertragungsnetzbetreiber, einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik (HGÜ) für drei Netzverbindungen in der deutschen Nordsee unterzeichnet. Die im Rahmen der Vereinbarung bereitgestellten Projekte ermöglichen den Transport von insgesamt 6 GW Offshore-Windenergie an Land. Der Auftragswert für das Konsortium Siemens Energy und Dragados Offshore beläuft sich auf knapp 7.000 Millionen Euro und fügt damit einen weiteren Vertrag hinzu, den die beiden Unternehmen Anfang des Jahres über weitere 4.000 Millionen Euro für Amprion Offshore mit zwei weiteren Umwandlungsstationen unterzeichnet haben.
„Im globalen Wettlauf gegen den Klimawandel muss der Ausbau der Stromnetze mit den beschleunigten Ausbauzielen für erneuerbare Energien Schritt halten können. Optimierte Vertragsprozesse, groß angelegte Ausschreibungen und die Standardisierung von Lösungen zeigen, wie Netzbetreiber und Hersteller zusammengearbeitet haben, um den Verbrauchern Ökostrom schneller zur Verfügung zu stellen“, sagte Tim Holt, Mitglied des Vorstands von Siemens Energy.
Die drei Netzanbindungen mit den Namen BalWin3, LanWin2 und LanWin4 werden Strom von Windparks in der deutschen Nordsee zu einem Netzverknüpfungspunkt in Norddeutschland transportieren.
Jedes System hat eine Übertragungskapazität von 2 GW. Siemens Energy wird in seinen Werken in Europa elektrische Schlüsselkomponenten wie Schaltanlagen, Transformatoren und Umrichtertechnik fertigen. Der spanische Konsortialpartner Dragados Offshore wird für den Offshore-Bau und die Installation der Bohrinseln verantwortlich sein.
Der Bau dieser Konverteranlagen, die jeweils etwa 34.000 Tonnen wiegen, wird über 2.000 Arbeitsplätze pro Anlage schaffen und eine Arbeitsbelastung bis 2031 schaffen.
Siemens Energy hat einen bedeutenden Auftrag für den Anschluss eines Windparks in der deutschen Nordsee bis Ende 2022 erhalten.
Mit diesen drei neuen Projekten verwaltet das Unternehmen derzeit 11 HGÜ-Netzwerkverbindungsprojekte weltweit, um Windparks in Deutschland, Großbritannien und den USA zu verbinden, nachdem es fünf Projekte in der deutschen Nordsee abgeschlossen hat. Nach der Inbetriebnahme von 11 laufenden Projekten wird die HGÜ-Technologie von Siemens Energy mehr als 19 GW Windenergie in die Hochspannungsnetze weltweit einspeisen.



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