Das russische Außenministerium kritisierte am Freitag (06.03.2022) Deutschlands Vorhaben, die Militärausgaben für seine Armee zu erhöhen, und betrachtete es als „Remilitarisierung“, ein Wort, das sich auf die NS-Zeit (1933-1945) bezog. „Wir sehen darin eine weitere Bestätigung dafür, dass Berlin einen neuen Weg der Remilitarisierung eingeschlagen hat. Und wir wissen bereits, wie er enden kann“, sagte die russische Diplomatensprecherin Maria Zajarova.
Diese Aussage kann als Vergleich zur Zeit der Aufrüstung Nazi-Deutschlands in den 1930er Jahren verstanden werden, die den Zweiten Weltkrieg (1939-1945) auslöste. Leider zeige die Geschichte, wie es enden könnte, betonte er. Russlands Angriff auf die Ukraine war ein Elektroschock für ein Land, das in den letzten Jahrzehnten im Pazifismus geübt war.
Daher stellt der Schritt Deutschlands einen wichtigen politischen Kurswechsel für das Land dar, das es in den letzten Jahren vermieden hat, die Verpflichtungen aus dem NATO-Haushalt einzuhalten, die von den Vereinigten Staaten kritisiert wurden. Deutschland hat die Größe seiner Streitkräfte seit dem Ende des Kalten Krieges stark reduziert, von 500.000 während der Wiedervereinigung des Landes im Jahr 1990 auf heute etwa 200.000. Andererseits haben Militärbeamte bei verschiedenen Gelegenheiten die Probleme ihrer Schiffe, Panzer und Flugzeuge hervorgehoben.
Aber Russlands Einmarsch in die Ukraine hat dazu geführt, dass sogar die Grünen, derzeit in der Regierungskoalition und traditionell pazifistisch, an steigenden Militärausgaben festhalten. „Wir haben uns diese Welt nicht ausgesucht, aber wir müssen uns dieser neuen Realität stellen“, verteidigte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock heute den Staatshaushalt im Bundestag und verwies dabei besonders auf den „brutalen russischen Aggressionskrieg“ gegen die Ukraine . (afp/rtr/epd)



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