Provokationen sind dem deutschen Metallkonzern Rammstein nicht fremd und lösten in Deutschland eine neue Kontroverse aus. Das Video zu seinem nächsten Album enthielt zu Werbezwecken ein Holocaust-Thema.
Knapp zehn Jahre nach ihrem letzten Album meldet sich die Metal-Band aus Deutschland mit einem neuen Song namens „Deutschland“ zurück. Der am Dienstag veröffentlichte visuelle Teaser des Songs löste eine Welle der Wut und Kritik aus.
Das von der deutschen Gruppe Rammstein veröffentlichte Video ist 35 Sekunden lang und kündigt die Veröffentlichung ihres kommenden Albums an. In diesem Kurzfilm ohne Musik, der in zwei Tagen millionenfach angeschaut wurde, warten die Mitglieder der Rammstein-Gruppe mit Seilen um den Hals auf den Moment ihrer Hinrichtung. Es besteht keine Möglichkeit einer Mehrdeutigkeit. Sie trugen gestreifte Kleidung wie KZ-Häftlinge und der Gitarrist der Band trug sogar einen gelben Stern auf der Brust.
Eine Gruppe, die an Provokation gewöhnt ist
„Verabscheuungswürdige Unterhaltung“, so der ehemalige Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. „Die Shoah wird als Werbung missbraucht“, sagte ein FDP-Abgeordneter. Andere beklagten diese „Erholung der Klicks“, eine Inszenierung, die über den schlechten Geschmack hinausgeht.
Diese Gruppe ist Provokationen gewohnt. Der Name Rammstein erinnert auch an die Ramstein-Katastrophe, die sich 1988 in Deutschland während einer Flugschau ereignete und 70 Todesopfer und rund 350 Verletzte forderte. Darüber hinaus wird die Gruppe aufgrund ihrer ästhetischen Entscheidungen oft mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht und der Anstiftung zu Gewalt beschuldigt.
Trotz der Kontroverse bleiben Rammstein mit 20 Millionen verkauften Alben die berühmteste deutsche Gruppe der Welt.
Radiothema von Blandine Milcent
Webadaption: Lara Donnet



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