Portugal betrachtet die Afrikanische Union als wichtigen Partner, mit dem die EU einen regelmäßigen „politischen Dialog“ führen sollte.

„Die Afrikanische Union ist in den heutigen globalen Angelegenheiten sehr wichtig. „Es symbolisiert die Weiterentwicklung des Multilateralismus, die Vorteile der regionalen und kontinentalen Integration und die langjährige Suche nach Frieden, die untrennbar mit der Existenz multilateraler Mechanismen zur friedlichen Beilegung von Streitigkeiten und zum Dialog durch Dialog verbunden ist“, sagte João Gomes Cravinho eine Rede im Ismaili Center in Lissabon bei einer Zeremonie anlässlich des Afrika-Tages und des 60. Jahrestages der afrikanischen Organisation.

Daher verteidigt Portugal einen „breiten, umfassenden und für beide Seiten vorteilhaften Ansatz in den bilateralen oder multilateralen Beziehungen zu seinen afrikanischen Partnern“, der auf „Vertrauen und Gegenseitigkeit, den wichtigsten Werten“, basiert, fügte er hinzu.

Und Portugal verteidigt auch den „Aufbau eines neuen Paradigmas, nicht nur in den Beziehungen zwischen Portugal und Afrika, sondern auch in den Beziehungen zwischen Europa und Afrika“, schloss er.

Dafür seien jedoch, so verteidigte der portugiesische Minister, „ein häufiger politischer Dialog auf allen Ebenen und eine neue Vision einer für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit erforderlich, mit stärkerem Schwerpunkt auf Handel und Investitionen, damit wir das Wirtschafts- und Geschäftspotenzial des afrikanischen Kontinents nutzen können“.

Der Beamte hob die Möglichkeiten hervor, die das Afrika-Europa-Global-Gateway-Investitionspaket im Wert von 150 Milliarden Euro für die Umsetzung in Projekten unter anderem in den Bereichen Infrastruktur, Gesundheit, Bildung, Klima und Energie, digitaler Wandel und Verkehr bietet.

Der Minister betonte auch die „unendlichen Bereiche, in denen das Interesse besteht“. [dos dois blocos] „im Einklang mit der multilateralen Zusammenarbeit und abhängig davon“ wie Frieden und Sicherheit, Klimawandel, Migration und wirtschaftliche Eingliederung in globale Märkte für junge Menschen, wobei der Schwerpunkt auf der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Verbesserung der Lebensqualität liegt.

In diesem Zusammenhang betonte João Gomes Cravinho die Bedeutung des Mobilitätsabkommens der Gemeinschaft portugiesischsprachiger Länder (CPLP), das laut dem Chef der portugiesischen Diplomatie „ein positives Beispiel ist, dem man folgen sollte“.

Portugal „ist entschlossen, mit Afrika zusammenzuarbeiten, um die Ziele zu erreichen“, die sie sich gesetzt haben, schloss er.

Die Veranstaltung zur Feier des Afrika-Tages und des 60. Jahrestages der Afrikanischen Union wurde von akkreditierten Botschaftern der African Embassy Group in Lissabon organisiert und fand im Ismaili-Zentrum statt, wo heute eine Schweigeminute für die beiden Opfer des dortigen Angriffs vom März eingelegt wurde 28.

An der Initiative, die im Ismaili-Zentrum in Lissabon stattfand, waren unter anderem auch Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaft sowie Gäste aus der Zivilgesellschaft beteiligt.

Zum Programm gehört auch der Besuch einer im Zentrum eingerichteten Ausstellung afrikanischer Kultur und Kunst.


Ricarda Lange

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