Paris und Berlin seien „entschlossen“, das deutsch-französische Panzerprojekt fortzusetzen

Paris und Berlin seien „entschlossen“, das zukünftige deutsch-französische Panzerprojekt wieder aufzunehmen, ein seit Monaten blockiertes Flaggschiffprogramm der Verteidigungskooperation zwischen den beiden Ländern, sagte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius am Mittwoch.

„Sébastien Lecornu und ich sind entschlossen, das MGCS-Projekt fortzusetzen und damit den Grundstein für eines der modernsten Panzersysteme der Welt zu legen“, sagte der deutsche Minister in einem gemeinsamen Interview in Le Monde mit seinem französischen Amtskollegen.

Das 2017 gestartete MGCS-Programm (englische Abkürzung für Main Land Combat System) zielt darauf ab, ab 2035 die französischen Panzer Leclerc und deutschen Leopard 2 zu ersetzen.

Ursprünglich unter der Leitung des Joint Ventures KNDS, das für die Veranstaltung zwischen dem französischen Unternehmen Nexter und dem deutschen Unternehmen KMW gegründet wurde und später mit dem deutschen Unternehmen Rheinmetall fusionierte, wurde das Projekt durch den Wettbewerb zwischen Industriellen und die Schwierigkeiten der beiden Parteien, sich auf die Merkmale des Unternehmens zu einigen, behindert. Tank, wie sie es für notwendig halten.

Eine Schwierigkeit, die nach Angaben des französischen Militärministers gelöst werden wird.

Bei einem für Donnerstag in Evreux geplanten Treffen der beiden Männer „werden wir die von den Stäben unserer beiden Streitkräfte zum Ausdruck gebrachten operativen Bedürfnisse politisch bestätigen“, erklärte er.

„Dadurch können wir die „Säulen“ der Verantwortung bestimmen, etwa hinsichtlich der Beleuchtung (Panzerbewaffnung, Anm. d. Red.), der Konnektivität usw.“, fügte er hinzu. Die Verantwortung für Studien zu jedem der verschiedenen zu entwickelnden Technologieblöcke wird zwischen den Herstellern aufgeteilt.

Das unter deutscher Federführung durchgeführte Projekt sieht eine 50/50-Verteilung der Industrielasten auf die Produzenten in jedem Bundesland vor.

Mit Bezug auf die Schwierigkeiten der Industriellen erinnerten die beiden Minister auch daran, dass es sich bei der MGCS um ein „Regierungsprojekt“ handele, bei dem es „den Amerikanern obliegt, die Spezifikationen einzuhalten, denn sie werden Kunden ihrer eigenen Armee sein“.

Ohne den Wunsch Frankreichs zu bestätigen, Italien in das Programm einzubeziehen, wies Boris Pistorius auch darauf hin, dass das Projekt „als offenes Projekt betrachtet wird, damit andere Partner der Europäischen Union beitreten können“.

Lora Kaiser

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