„Ich hinterlasse einen klaren Weg für eine neue Richtung“, schrieb der ehemalige Nationalspieler, 54, in einer am späten Montag (05.12.2022) veröffentlichten Erklärung, in der er sein Mandat für vorzeitig beendet hielt.
„In den vergangenen vier Jahren konnte ich den Fans die Freude nicht zurückgeben“, heißt es in dem Text weiter, in dem er zugibt, dass einige Entscheidungen, „die wir im Glauben getroffen haben“, nicht die richtigen waren.
Bierhoffs Vertrag läuft 2024 aus, sodass er diesen Posten bis zur nächsten Europameisterschaft, die Deutschland ausrichten wird, weiterführen wird. Der Rücktritt des Teamgruppenleiters erfolgt vier Tage nach dem deutschen WM-Aus, in der Zwischenzeit wird eine weitere mögliche Entscheidung des DFB im Land erwartet.
Außerhalb dessen, was in Katar passiert ist, wurde Bierhoff mit den letzten beiden „Misserfolgen“ der deutschen Mannschaft in Verbindung gebracht; bei der vorangegangenen WM in Russland, wo er Titelverteidiger war, aber in der Gruppenphase verlor, und bei der Europameisterschaft 2021, wo er ebenfalls vorzeitig ausschied.
Der ehemalige Stürmer kam 2004 in die Nationalmannschaft, damals noch mit Jürgen Klinsmann als Trainer und mit 70 Länderspielen als Nationalspieler.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf kündigte vor seiner Abreise aus Katar die Abhaltung eines Gipfeltreffens mit Trainer Hansi Flick und mit Bierhoff an, um das Ausscheiden in der Gruppenphase zu analysieren.
„Wir werden ein geordnetes Verfahren zur Bewältigung dieser Situation einleiten“, sagte Neuendorf, immer noch vom Flughafen Doha, in einer Erklärung deutscher Medien.
Bierhoff hat nach seinem Ausscheiden aus der Gruppenphase in Katar 2022, das er mit Spanien, Japan und Costa Rica teilte, seine Absicht bekundet, im Amt zu bleiben, abgesehen davon, dass die Entscheidung über seine Kontinuität nicht seine Angelegenheit sei.
In seinem damaligen Statement verteidigte der nun scheidende Regisseur die Kontinuität von Flick, der einen Vertrag bis 2024 hat.
Flick, der ehemalige Trainer von Bayern München, wurde 2021 nach zwei aufeinanderfolgenden deutschen Schiffbrüchen verpflichtet, um die Mannschaft nach einer langen Ära, die von Joachim Löw geprägt wurde, wieder aufzubauen.
In Deutschland schien es, als würde Bierhoffs Rücktritt den Druck auf Flick „retten“ oder zumindest verringern.
Beliebte deutsche Tageszeitung Bild Spekuliert wurde heute Vormittag mit Ex-Nationalspieler Matthias Sammer als Bierhoff-Nachfolger.
PC (ef, dpa)



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