Moritz Hochschild, Bergmann, gilt als „bolivianischer Gesetzloser“, der Tausenden von Juden das Leben vor dem Nazi-Holocaust gerettet hat

  • Alejandro Millán Valencia
  • BBC-Nachrichtenwelt

Moritz Hochschild

Bildquelle, A. blum

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Moritz Hochschild ist als einer der drei „Zinnbarone“ in Bolivien bekannt.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die mächtigsten Leute in Bolivien – und vielleicht in Südamerika – Bergleute: Simón Patiño, Carlos Aramayo und Moritz Hochschild.

Im Laufe der Jahre wurden diese drei Männer, die als „Zinnbarone“ bezeichnet wurden, aufgrund ihrer umstrittenen Methoden, ihren Reichtum anzuhäufen, als „Feinde Boliviens“ gebrandmarkt.

Unter ihnen sticht Hochschild hervor, der einzige der drei, der keine bolivianische Staatsbürgerschaft besitzt. Aus Deutschland stammend und eng mit Europa verbunden, ranken sich um seinen Namen die Bezeichnungen „Ausbeuter“.

Doch die Geschichte erweist sich als komplexer. Ende 1999, als die Archive der Bolivian Mining Company (Comibol) geordnet wurden, entdeckten die Verantwortlichen Dokumente, aus denen hervorgeht, dass es Hochschild dank seiner europäischen Kontakte gelungen war, Tausenden von Juden das Leben zu retten Nazis. Regime. .

Lora Kaiser

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