Das Deutsche Rote Kreuz gab am Donnerstag die Annullierung eines Fluges zum Transport von Hilfsgütern in das von einem verheerenden Erdbeben betroffene Marokko bekannt, da in letzter Minute „neue Vorschriften“ den Einsatz unmöglich machten.
„Aus Gründen, die weder wir noch unsere Partner in den Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften beeinflussen konnten, wurden in letzter Minute neue Vorschriften und Anforderungen bekannt gegeben, die den Start des Flugzeugs heute unmöglich machten“, erklärte der Deutsche. Rotes Kreuz (DRK) in seiner Pressemitteilung.
Nähere Angaben machte die Organisation nicht.
„Wir bedauern diese Entwicklung zutiefst, da die Gemeinschaft dort nach dem verheerenden Erdbeben“ am Freitagabend, bei dem fast 2.900 Menschen starben und 2.500 verletzt wurden, sofortige Hilfe benötigt.
Der Flug nach Marokko sollte nach Angaben des DRK am Donnerstag auf ein Hilfeersuchen des Marokkanischen Roten Halbmonds vom ostdeutschen Flughafen Leipzig starten.
„Die mit unseren Partnern vor Ort vereinbarte Lieferung humanitärer Güter ist für die humanitäre Mission unserer Bewegung und für die Menschen vor Ort von entscheidender Bedeutung“, betonte er und fügte hinzu, dass er „hart“ daran arbeite, „Verzögerungen zu beseitigen“.
Rabat hat bisher bestimmte Angebote internationaler Hilfe abgelehnt und dabei insbesondere logistische Herausforderungen angeführt. Dies geschieht unter anderem durch die Vermeidung von Staus für die Hilfeleistung in den am stärksten betroffenen Gebieten und Dörfern, die teilweise nur sehr schwer zugänglich sind.
Nur Rettungsteams aus bestimmten Ländern, darunter Spanien und Großbritannien, durften in das Land einreisen.
Das Rote Kreuz hat am Dienstag einen Aufruf zur Unterstützung von Hilfseinsätzen in Höhe von rund 100 Millionen Euro gestartet.



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