Lichtdurchfluteter Büroturm. Eclipse Düsseldorf Campus von UNStudio, HPP Architects | Über Architektur und mehr


Projektbeschreibung von UNStudio

Eclipse ist ein neuer vertikaler Arbeitscampus für Matrixentwickler am Kennedydamm in Düsseldorf und der neue Hauptsitz des Prüfungs- und Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (Deutschland). Der äußerst nachhaltige Campus wurde in Zusammenarbeit zwischen UNStudio und dem deutschen Architekturbüro HPP Architects entworfen und wird von HPP Architects umgesetzt.

Der Campus soll den Talenten von heute ein inspirierendes und ansprechendes Arbeitsumfeld bieten, das die Interaktion fördert und die Kreativität anregt.

Das 60 Meter hohe Gebäude bietet rund 27.000 Quadratmeter helle Bürofläche mit rund 1.200 Arbeitsplätzen. Darüber hinaus verfügt das Gebäude im Inneren über 16 Etagen mit anregenden Kommunikations- und Erlebnisbereichen, während der Innenhof das kommunikative Rückgrat des Gebäudes bildet. Die Gesamtvision dieses vertikalen Campus besteht darin, eine offene und transparente Präsenz in der umgebenden Umgebung zu schaffen.

Der Turm ist der Form des Geländes angepasst und hat einen dreieckigen Grundriss; Es befindet sich auf einem zweigeschossigen Podest mit Eingang, Logistik, Stellplätzen für 455 Autos und einer Fahrradgarage mit 200 Stellplätzen auf zwei Untergeschossen.



Eclipse Düsseldorf Campus von UNStudio, HPP Architects. Fotografie von HG Esch.

360-Grad-Fassade
Mit seiner 360-Grad-Fassade fügt sich Eclipse vollständig in das bestehende Gelände ein: Die Nordfassade ist parallel zum Kennedydamm positioniert und orientiert sich an der Hauptroute in die Düsseldorfer Innenstadt, während die Südseite an dem angrenzenden Hilton Hotel ausgerichtet ist.

Ein begehbares Podium und ein Dachgarten schließen direkt an die untere Ebene des angrenzenden Gebäudes an. Der Eclipse Tower und das Hilton Hotel umrahmen den Dachgarten und den Haupteingang von Eclipse.

Der diagonal zurückgesetzte Eingangsrahmen unterstreicht seine Rolle zusätzlich, hervorgehoben durch den großen Kontrast zwischen den massiven und transparenten Teilen der Fassade.

Um den Haupteingang hervorzuheben und die Volumina von Podium und Turm zu differenzieren, ragte die Turmspitze etwa 11 m über den Eingang hinaus. Das scheinbar schwebende Volumen des Turms wird von dreidimensionalen V-förmigen Säulen getragen.

Beim Betreten des Gebäudes gibt es einen nahtlosen Übergang vom Außenbereich zum Innenraum der Lobby, der Konferenzräume und der Restaurantbereiche. Hier sorgt ein zentral angeordnetes Oberlicht für reichlich natürliches Licht und ermöglicht vertikale Ausblicke auf die Südfassade des Turms.


Auch der Haupteingang an der Südfassade greift dieses Konzept auf und verbindet die Lobby mit der offenen Konferenzterrasse auf der anderen Seite des Podiums.



Eclipse Düsseldorf Campus von UNStudio, HPP Architects. Fotografie von HG Esch.

Dreidimensionaler Propeller
Das vertikale Rückgrat des Campus im Hinblick auf die räumliche Organisation und die physischen Verbindungen der Programme ist eine dreidimensionale Helix. Eine Reihe interner Atriumräume rotieren entlang der Fassade des Gebäudes. Es verbindet verschiedene Büroprogramme und gipfelt in einem Panorama-Dachgarten, der für gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt werden kann.

Im Gegensatz zum üblichen Raster typischer Fassaden werden die helikale Struktur und die vertikale Gruppierungswirkung des Programms von außen sichtbar. Die schlichte, großflächige Fassade betont das Volumen des Atriums. Daher ermöglicht die hochtransparente Fassade den Blick auf Lage, Ausmaß und Aktivität der Funktion von außen nach innen, während die Atriumfassade den Benutzern einen Panoramablick auf die Stadt von innen nach außen ermöglicht.



Eclipse Düsseldorf Campus von UNStudio, HPP Architects. Fotografie von HG Esch.

Flexible Organisation
Bei der Organisation eines Grundrisses ist der Hofraum ein wichtiges Ziel für besondere Programmierung, Verbindung und Orientierung. Der Innenhof bietet nicht nur individuelle Arbeitsbereiche, sondern auch informelle und kollaborative Arbeitsbereiche sowie Pausenbereiche für Besprechungen, Meetings und Kaffeepausen.

Das Büro verfügt über eine gute Beleuchtung und ein hohes Maß an Flexibilität. Sie sind so konzipiert, dass sie sich an horizontale Büros, mobile Büros oder eine Kombination aus beidem anpassen lassen. Sie können in Gartenbüros, Einzelräume oder Mischnutzungen umgewandelt werden. Hier kann ein konzentrierter, engagierter, ablenkungsfreier und vertraulicher Arbeitsalltag erfolgen.

Als ergänzende Strategie führt der Terrassenraum die Idee eines vertikalen Campus ein, der verbindet, zusammenarbeitet und kommuniziert. Ziel ist es, die Rationalität der Büroeffizienz mit sozialem Mehrwert zu verbinden, um allen Mitarbeitern ein soziales, sinnvolles und gesundes Büroumfeld zu bieten.



Eclipse Düsseldorf Campus von UNStudio, HPP Architects. Fotografie von HG Esch.

Kontinuität
Zusätzlich zu den in diesem Projekt umgesetzten nachhaltigen passiven Maßnahmen wird Eclipse mit der „Smart Engine“-Technologie ausgestattet. Gesteuert wird die Technik durch Sensoren, die verschiedene Funktionen regeln. Natürliches Licht, Kunstlicht und Raumlüftung werden individuell gesteuert. Möglich ist dies dank 2.000 Sensoren, die Daten in Echtzeit sammeln und an intelligente Maschinen senden. Dadurch können bei einem Gebäude dieser Größe pro Jahr bis zu 200 Tonnen CO2 eingespart werden, was Eclipse zu einem umweltfreundlichen Bürogebäude macht.

Das Gebäude verfügt außerdem über mehr als 200 Abstellplätze für Fahrräder und Ladestationen für Elektrofahrzeuge und trägt so zur Zukunft der urbanen Mobilität bei. Innenräume können als Alternative zu zentralen oder modularen Büros, Besprechungsräumen oder Erholungsbereichen genutzt werden. Das Projekt ist flexibel, sodass es in Zukunft verschiedenen Anforderungen gerecht werden kann.

Für Eclipse ist nicht nur die DGNB-Platin-Zertifizierung geplant, sondern auch die DGNB-Diamant-Zertifizierung: die höchste Anerkennung für Projektqualität und Baukultur.

Rafael Schröder

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