Jonny spielt auf de Křenek, unterhaltsam und politisch in München

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München. Staatstheater am Gärtnerplatz. 26-V-2022. Ernst Krenek: Jonny spielt auf, Oper zum Libretto des Komponisten. Regie: Peter Lund; Choreografie: Karl Alfred Schreiner; Dekoration: Jürgen Franz Kirner; Kostüm: Daria Kornysheva. Von: Alexandros Tsilogiannis (Max); Elena Fink (Anita); Ludwig Mittelhammer (Jonny); Mathias Hausmann (Daniello); Judith Spießer (Yvonne); Holger Ohlmann (Geschäftsführer); Juan Carlos Falcón (Hoteldirektor/Bahnhofsangestellter)… Staatstheater am Gärtnerplatz Orchester; Regie: Oleg Ptaschnikow

Sehr repräsentativ für die 1920er, jonny bleibt ein interessantes und problematisches Kulturgut.

Nach seinem erstaunlichen Erfolg bei seiner Gründung im Jahr 1927 Jonny Sielt Auf von Ernest Křenek durch ein langes Fegefeuer, aus dem er erst beim Remis wirklich herauskommt Eröffnungsmusik de Decca nahm es 1993 auf einer Aufnahme von Lothar Zagrosek in seinen Katalog auf. Gelegenheiten, ihn auf der Bühne zu sehen, bleiben jedoch rar: Das Staatstheater am Gärtnerplatz, Münchens zweites Opernhaus, beherbergt seit 1928 Opern, und er wurde dort von rechtsextremen Schlägern, Nazis und anderen wie auf der ganzen Welt ausgebuht. Deutsch. Diese neue Produktion soll das Werk bekannt machen und diese politische Gewalt widerspiegeln.

Sein Job zuerst. Der Begriff Eklektizismus ist ein sehr schwaches Wort, um ihn zu beschreiben. Es gibt natürlich Jazz, dessen namensgebende Figur ein Star ist, aber es gibt auch im Werk einen Künstledraramaein Künstlerdrama mit Stil entfernte Stimme Bei Schreker erinnert die weibliche Hauptfigur an Marietta Geisterstadt aus Korngold, und natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass Křenek die avantgardistischen Ambitionen Schönbergs zu seiner Zeit nicht fremd waren. jonny ist auch Zeitopereine jener Opern, die den Nerv der Zeit treffen wollen, um genau zu sein Über Nacht von Schönberg, der fast ein Zeitgenosse von war jonny. Das von Křenek für den eigenen Gebrauch geschriebene Libretto strotzt nur so vor Lust, die Zuschauer zu unterhalten, von den Gipfeln der Alpen bis zu einem Grand Hotel in Paris, und endet am Bahnhof, von dem aus die Straße nach Amerika beginnt, und alles endet mit a Lied. jonny sicherlich keines dieser seelenerhebenden Meisterwerke, aber ein wirkungsvoll unterhaltendes Kuriosum, das das Staatstheater am Gärtnerplatz in Peter Lunds Stück gut demonstriert. Er versucht, die pünktliche Auftragsannahme in seine Arbeit zu integrieren; es hat neue Kontroversen angezogen, indem es versucht hat, das gegenwärtige Unwohlsein zu reflektieren schwarz gegenüberso dass sich das Theater entschieden hat, auf jegliche Schminke für die Hauptfigur zu verzichten – der stille Rassismus des Librettos, wie er seinerzeit praktiziert wurde, wurde irgendwie ausgeräumt: Dieses Unbehagen, in dem wir uns befinden, muss auf der Bühne gezeigt werden können Das Verständnis, dass kritische Darstellung nicht anders ist, ist die Zufriedenheit mit den Klischees des Originalwerks.

Was die Aufführung aber zeigen kann, ohne eine feindliche Reaktion hervorzurufen, ist die ästhetische Einfügung des Werkes in seine Zeit Babylon Berlin, und indem er sich um die Menge herumarbeitet, manchmal in der Oberflächlichkeit seiner Suche nach Vergnügen gezeigt, manchmal bedrohlich, aggressiv, hervorgerufen durch seinen Konformismus gegenüber aller sozialen Gewalt. Geschicktes Dekor lässt die Show in einem flüssigen, arbeitsgerechten Tempo fließen: Die Inszenierung bringt nicht die fehlende Tiefe, sondern sorgt für effektive Unterhaltung.

Konsequente Vorteile hat die Besetzung vor allem bei den Männerrollen, Komponist Max (Alexandros Tsilogiannis) als reiner Vertreter des schwarzen Expressionismus, Jonny (Ludwig Mitterhammer) als schelmischer Geist, Geiger Daniello (Mathias Hausmann) als Weltmensch, umgeben von effektvollen Nebenrollen. Nur Elena Fink fehlt Anitas Brillanz mit einem allzu dumpfen Timbre, das ihrer Figur die Kraft des Charmes nimmt; die andere weibliche Rolle, die der Zofe von Yvonne, war dank Judith Spießer weitaus brillanter. In der Lücke übernimmt Oleg Ptaschnikow perfekt die stilistische Pluralität des Werkes, auf Kosten einer gewissen Mehrdeutigkeit in den modernsten Teilen von Křeneks Schriften. Das Staatstheater am Gärtnerplatz steht als Unternehmen jedenfalls für eine Aufgabe, der es sich gestellt hat, dem Publikum unter besten Bedingungen die Möglichkeit zu geben, komplexe Arbeit, spannende Schicksale zu entdecken.

Bildnachweis: © Christian POGO Zach

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München. Staatstheater am Gärtnerplatz. 26-V-2022. Ernst Krenek: Jonny spielt auf, Oper zum Libretto des Komponisten. Regie: Peter Lund; Choreografie: Karl Alfred Schreiner; Dekoration: Jürgen Franz Kirner; Kostüm: Daria Kornysheva. Von: Alexandros Tsilogiannis (Max); Elena Fink (Anita); Ludwig Mittelhammer (Jonny); Mathias Hausmann (Daniello); Judith Spießer (Yvonne); Holger Ohlmann (Geschäftsführer); Juan Carlos Falcón (Hoteldirektor/Bahnhofsangestellter)… Staatstheater am Gärtnerplatz Orchester; Regie: Oleg Ptaschnikow

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Lora Kaiser

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