Wer hätte gedacht, dass Lesen gesundheitsschädlich sein könnte? Dies gilt auch jenseits des Rheins, wo mehrere Bibliotheken dem Beispiel der Universität Düsseldorf gefolgt sind: Aus Angst vor einer möglichen Giftigkeit der in der Vergangenheit verwendeten Tinte haben ihre Bibliothekare den Studierenden die Einsichtnahme in die Dokumente bis zum 22. März 2024 untersagt.
Fast 15.000 Bücher mussten dort analysiert werden, weil bestimmte Bücher möglicherweise mit Arsen kontaminiert waren, erklärte die deutsche Tageszeitung Süddeutsche Zeitung.
Die Gefahren des „grünen Paris“
Es sei die grüne Farbe auf dem Einband und den Rändern der Seiten, die es ermögliche, Bücher zu erkennen, die eine Gefahr darstellten, erklärte er. Geografisch.
Tatsächlich war „Parisgrün“ das Pigment, mit dem im 19. Jahrhundert diese grüne Farbe erzielt wurde. Allerdings enthielt dieses Pigment einen hochgiftigen Komplex, der damals zur Rattentötung in den Pariser Abwasserkanälen eingesetzt wurde.
Krebserregendes Gift
Sollte „Parisgrün“ nicht mehr verwendet werden, warnt der Deutsche Bibliotheksverband vor der Giftigkeit des als krebserregend bekannten Bestandteils Arsen.
Der Umgang mit den Werken, insbesondere das Berühren oder Befeuchten der Finger mit der Zunge beim Umblättern, könne jedoch zu einer Vergiftung führen, heißt es Nachricht.
Unsere „Gift“-Akte
Die Universitätsbibliothek Bielefeld sagte, die Gefahr bestehe auch darin, arsenhaltigen Staub einzuatmen oder mit den Augen in Kontakt zu kommen, obwohl die in den Regalen verbliebenen Bücher als „ungefährlich“ eingestuft wurden.



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