Handball-Europameisterschaft: Deutsche Handballer werden von starken französischen Spielern besiegt

Stand: 17. Januar 2024 12:37.

Trotz ihrer guten Leistungen mussten die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft im eigenen Land ihre erste Niederlage hinnehmen. Aus deutscher Sicht hieß es in Berlin gegen Olympiasieger Frankreich 30:33 (15:17).

Allerdings könnte Deutschland viel Positives in die Hauptrunde einbringen, denn gegen die Lieblingsmannschaft auf den Gewinn des Europameistertitels blieb Deutschland bis zum Schluss unentschieden. Am Ende setzte sich die Intelligenz und Erfahrung eines Weltklasseteams um Routinier Nikola Karabatic durch.

„Am Ende waren wir etwas müde und haben es nicht geschafft, einfache Tore aus dem Rückraum zu erzielen. Andererseits kassieren wir leichte Gegentore, wenn es Rückschläge gibt.“analysierte Bundestrainer Alfred Gislason in der ARD-Sportsendung und sprach von Frankreich als würdigem Sieger.

„Es fehlen nur Kleinigkeiten“

Auch Torwart Andreas Wolff, der wieder einmal überragend war, sah viel Positives. „Wir haben gut gekämpft. Kleine Dinge gehen verloren. „Andererseits ist das eine Weltauswahl, aber wir haben trotzdem gut verteidigt.“sagte der Sportveranstaltungswächter.

Deutschland geht nun mit zwei verbleibenden Punkten in die Hauptrunde, hat aber in vier Spielen noch die Chance, ins Halbfinale vorzudringen. Im Hauptfeld in Köln trifft das DHB-Team nun am Donnerstag (18. Januar 2024, live im ZDF) auf Island, das Heimatland des Bundestrainers, und am Samstag auf ein Überraschungsteam aus Österreich (live in der ARD). Ungarn und Kroatien sind die weiteren möglichen Halbfinalgegner.

Ein wütender Start für Deutschland

Das deutsche Team erwischte einen schlechten Start und hatte das Haus vor ausverkauftem Publikum mit 13.571 Zuschauern bald hinter sich. Johannes Golla dreimal, Juri Knorr einmal in den ersten Minuten, und der Spielstand stand schnell 4:1 für Deutschland. Doch so schnell kann es nicht weitergehen, schließlich ist es nicht irgendjemand auf der anderen Seite, sondern der Olympiasieger und Vize-Weltmeister, der nach dem Unentschieden gegen die Schweiz am Sonntag mehr zeigen will.

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Wolff und Späth kamen stark zurück

Frankreich rückte näher, keine der beiden Mannschaften konnte sich überzeugend absetzen. Stark: Deutsche Garde. Wie bereits im Eröffnungsspiel gegen die Schweiz erzielte Andreas Wolff eine sehr gute Erfolgsquote. David Späth parierte zwei Siebenmeter-Elfmeter von Descat und sorgte auf der Tribüne für Begeisterungssturm.

Das Match war hart. Deutschland setzte seine gute Dynamik zu Beginn des Turniers fort, machte aber gegen Ende der ersten Halbzeit zu viele vermeidbare Fehler. Vor allem das Kreisspiel lief nicht gut. Deutschland verlor in den letzten Minuten der ersten Halbzeit völlig die Konzentration, Frankreich ging mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause.

Thorsten vomwege, Sportshow, 16. Januar 2024 23:15.

Der Franzose kam kurz nach der Pause

„Schade mit minus zwei, wir waren tatsächlich besser“sagte DHB-Teammanager Oliver Roggisch zur Pause. „Frankreich hat an der Sechs-Meter-Linie sehr defensiv abgesichert, also mussten wir einen besseren Weg finden und den Ball nicht wegwerfen.“

Aber es kam noch schlimmer. Frankreich baute seinen Vorsprung auf 19:15 aus, auch weil Juri Knorr seinen ersten Elfmeter des Turniers verschoss. Der Spielmacher war nicht mehr so ​​sichtbar wie in den ersten Spielen, war aber dennoch mit acht Toren (in 16 Versuchen) Deutschlands bester Torschütze.

Deutschland ließ sich vom Vier-Tore-Rückstand jedoch nicht aus der Ruhe bringen und konterte weiter.

David Späth jubelt nach pariertem Siebenmeter

50. Minute – Entscheidender Punkt im Spiel

Das Spiel blieb spannend, auch weil Andreas Wolff mit einer sensationellen Parade den deutschen Treffer erzielte. In der 50. Minute glich Deutschland beim Stand von 27:27 erneut aus.

Dreimal achtlos geworfen

Doch dann kam der knifflige Punkt. Gislasons Team hat nun drei Chancen, die Führung zurückzuerobern. Dreimal hat es nicht geklappt. „Wir haben zu leicht gedreht“Auch er kritisierte den Nationaltrainer. Die kühl blickenden Franzosen hingegen milderten ihr Spiel in den Schlussminuten und ließen Deutschland, das elf Jahre auf einen Pflichtspielsieg gegen Frankreich gewartet hatte, nicht noch einmal herankommen.

„Zuerst tat es weh, aber wir mussten mit breiter Brust rauskommen. Wir haben es immer noch in der Hand.“sagte ARD-Experte Johannes Bitter, Torhüter der Weltmeistermannschaft von 2007, und er selbst sah aus, als stünde er wieder auf dem Platz.

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Lora Kaiser

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