Ghost wird nicht mehr in Deutschland produziert, dem Land, in dem es vor 30 Jahren geboren wurde. Der neue Eigentümer, die Investmentgruppe KKR, führt eine umfassende Umstrukturierung durch
83 der 120 Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz verlieren
Zum 30-jährigen Jubiläum von Ghost gibt es Neuigkeiten, die nicht mit der Feier von drei Jahrzehnten seines Bestehens übereinstimmen. Diese deutsche Marke wird ihre Fabrik in Waldsassen, Deutschland, einem ihrer historischen Wahrzeichen und dem üblichen Ort ihrer Präsentationen, schließen. Es handelt sich um eine Einrichtung, die 120 Mitarbeiter beschäftigt, von denen 83 ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Ghost ist Teil der Accell Group, einem Unternehmen, das in den letzten Monaten große Änderungen an seiner Struktur vorgenommen hat.
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Geister in Waldsassen
Die Marke wurde in der Stadt Waldsassen selbst geboren
Die Marke Ghost wurde 1993 von den beiden Radsportbegeisterten Uwe Kalliwoda und Klaus Möhwald ins Leben gerufen. Sie begannen damals im Hinterhof eines Hauses in Waldsassen. Dies war der Beginn eines Unternehmens, das Jahr für Jahr wuchs, bis es 2008 das Interesse des niederländischen Konzerns Accell Group weckte, der das Unternehmen kaufte und in sein Portfolio an Fahrradmarken aufnahm. Abgesehen von Lapierre, Haibike oder Winora.
Die Accell Group wäre beinahe von der PON-Gruppe (Eigentümer von Cervélo, Santa Cruz, Cannondale, Focus…) aufgekauft worden, es wurde jedoch noch keine Einigung erzielt. Es war letztes Jahr, als die Accell Group den Besitzer wechselte und von der Private-Equity-Gruppe KKR & Co. gekauft wurde. Ein amerikanischer multinationaler Investmentfonds und eine Risikokapitalverwaltungsgesellschaft. Und inzwischen haben sie eine komplette Neuorganisation des Konzerns eingeleitet. Angefangen vom Umzug der Zentrale bis hin zu Entlassungen.



FS Ghost Reader von Caroline Bohe
Im Jahr 2022 wurde es von einem Investmentfonds gekauft, der eine komplette Umstrukturierung eingeleitet hat
Jetzt kommt die Schließung der historischen Ghost-Fabrik in Deutschland. Nach neuesten Informationen bedeutet dies jedoch nicht das Ende der Marke und ihre zukünftige Produktion wird in der Türkei und in Ungarn erfolgen. Die Ghost-Fabrik in Waldsassen wird vorerst bis zum nächsten Frühjahr weiterbetrieben, bis das gesamte darin enthaltene Material vollständig verarbeitet ist.
Aus finanzieller Sicht befindet sich die Accell Group nicht wie andere große Unternehmensgruppen in diesem Sektor in ihrer besten Zeit. Ein Paradebeispiel ist die Herabstufung der Ratings der Ratingagenturen S&P und Fitch im vergangenen Sommer. Ein Großteil davon ist auf die bestehenden Lagerbestände zurückzuführen, die ihrer Meinung nach um 70 % über dem Niveau vor der Pandemie liegen.
In der Welt des Sports spiegelt sich die Situation der Accell Group im symbolischen Ende des Sponsorings für Lapierre wider, der nach 22 Jahren der Einheit im Jahr 2024 die Ausrüstung des professionellen Straßenteams Groupama-FDJ einstellen wird.



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