Die Entscheidung fiel, nachdem zwei katholische Krankenhäuser die Behandlung verweigerten.
Die Wirkung des Medikaments sei Empfängnisverhütung, nicht Abtreibung, sagten die Bischöfe.
Die katholische Kirche in Deutschland hat am Donnerstag (21) den von ihr verwalteten Krankenhäusern erlaubt, Verhütungspillen als Verhütungsmittel an Frauen zu verteilen, die Opfer von Vergewaltigungen wurden.
Die Entscheidung der Kirche auf der Vollversammlung der Bischöfe in Trier folgt auf die Kontroverse, die Ende Januar ausgelöst wurde, als zwei katholische Krankenhäuser sich weigerten, eine Frau zu behandeln, die in der Stadt Köln im Westen des Landes vergewaltigt wurde.
„Weibliche Opfer von Missbrauch haben das Recht auf humanitäre, medizinische, psychologische und spirituelle Hilfe. In diesem Fall ist die Verteilung der „Pille danach“ möglich, da sie eine empfängnisverhütende und nicht abortive Wirkung hat“, heißt es in dem von den deutschen Bischöfen veröffentlichten Text.



Abtreibung, Hervorhebung der deutschen katholischen Kirche (Foto:
Ian Hooton/I2H/Science Photo Library/AFP Archives)
Die beiden in Deutschland zum Verkauf zugelassenen Arten der „Pille danach“ seien Verhütungsmittel und keine Abtreibungsmedikamente, hieß es.
„Der Einsatz von Medikamenten und/oder Behandlungsverfahren, die zum Tod des Embryos führen, bleibt verboten“, erklärte die katholische Kirche des Landes.
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