G1 – Bakterien befallen Lebensmittel in Norddeutschland

In der Region Hamburg wurde „Escherichia coli“ in rohem Gemüse gefunden.
Das deutsche Institut bestätigte mindestens zwei Todesfälle und 214 Infizierte.

Die deutschen Gesundheitsbehörden warnten am Mittwoch (25) vor einem Ausbruch von durch die Bakterien verursachten Infektionen Escherichia coliDabei kamen in Hamburg im Norden des Landes mindestens zwei Menschen ums Leben und 214 weitere erkrankten.

Das Landwirtschaftsministerium (BMELV) rät den Bewohnern der nördlichen Regionen Deutschlands zur Vorsicht beim Verzehr von rohem Gemüse wie Gurken, Tomaten und Salat. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts, einer mit dem Ministerium verbundenen Einrichtung, die im Land für die Prävention und Bekämpfung von Krankheiten zuständig ist, handelt es sich bei dem Subtyp des Bakteriums um enterohämorrhagische Bakterien (EHEC).

A Escherichia coli Es kommt im menschlichen Darm häufig vor, der EHEC-Subtyp kann jedoch Anämie und akutes Nierenversagen verursachen.

Proben von EHEC-Bakterien, betrachtet mit einem Elektronenmikroskop.  (Foto: Manfred Rohde / HZI / Reuters)Proben von EHEC-Bakterien, betrachtet mit einem Elektronenmikroskop. (Foto: Manfred Rohde / HZI / Reuters)

Nach der Ansteckung mit den Bakterien zeigen die Patienten Symptome eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS). Diese Krankheit ist durch starken blutigen Durchfall und schwere Nierenschäden gekennzeichnet. Dieses Syndrom entsteht aufgrund einer Abnahme der Anzahl der Blutplättchen – Strukturen, die für die Blutgerinnung im Körper verantwortlich sind – und der Zerstörung der roten Blutkörperchen im Blut.

Experten der Behörde befürchten, dass die Kontamination innerhalb von nur 15 Tagen eingetreten sei. Tritt normalerweise bei Kindern auf, dieses Mal treten die meisten Infektionen bei erwachsenen Frauen auf. Im Jahr 2010 gab es lediglich 65 Fälle dieser bakteriellen Infektion, wobei zwei Todesfälle bestätigt wurden.

Deutsche Escherichia 2 (Foto: Morris Mac Matzen/Reuters)Gurken werden im Norden Hamburgs verkauft
aus Deutschland. (Foto: Morris Mac Matzen / Reuters)

Das Institut berichtet auch, dass die Bakterien gegen starke Antibiotika wie Cephalosporine der dritten Generation resistent sind. Diese Tatsache ist jedoch klinisch nicht relevant, da Fälle von hämolytisch-urämischem Syndrom nicht mit Antibiotika behandelt werden sollten.

Die deutschen Behörden empfehlen, Gemüse mindestens 10 Minuten lang zu kochen. Auch durch den Verzehr von rohem Fleisch und Milch können diese Bakterien in den Körper gelangen.


* Mit Informationen des Robert Koch-Instituts und der Institutionen France Press und Reuters.

Ricarda Lange

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