„Die Inflation ist heute zu hoch und wird es auch noch lange bleiben“, sagte Lagarde in einer Rede auf der Sparkassenkonferenz in Hannover (Nord).
„Wir sind entschlossen, es rechtzeitig auf unser mittelfristiges Ziel von 2 % zu senken“, sagte der EZB-Präsident.
Aus diesem Grund, erklärte Lagarde, habe die EZB im Juli letzten Jahres damit begonnen, die Zinsen in ihrem bisher schnellsten Tempo anzuheben, und deutlich gemacht, dass es noch ein weiter Weg sei, die Zinsen auf ein moderat strenges Niveau zu bringen.
„Diese Erhöhungen wirken sich bereits stark auf die Kreditbedingungen der Banken aus, auch hier in Deutschland“ und „es sind noch erhebliche Verschärfungen erforderlich“, so Lagarde.
Allerdings sei die Intensität der Übertragung der Geldpolitik der EZB auf die Realwirtschaft ungewiss, sagte Lagarde.
„Deshalb müssen wir unseren Steigerungszyklus fortsetzen, bis wir sicher sind, dass die Inflation auf dem richtigen Weg ist, rechtzeitig zu unserem Ziel zurückzukehren“, sagte Lagarde auf dem 27. Deutschen Sparkassentag 2023 mit dem Titel „Denn es ist mehr als das Geld“.
Lagarde sagte, dass die Obergrenze für die Zinserhöhung der EZB von ihrer Einschätzung der Wirtschaftsdaten abhänge, insbesondere von den Inflationsaussichten, den zugrunde liegenden Inflationstrends und der Stärke der vermittelten Geldpolitik.
Die EZB begann im Juli letzten Jahres mit der Anhebung der Zinsen und hat sie seitdem sieben Mal in Folge auf das aktuelle Niveau von 3,75 % angehoben.



„Zertifizierter Analyst. Hipster-freundlicher Entdecker. Beeraholic. Extremer Web-Wegbereiter. Unruhestifter.“

