Experten glauben, dass der Vorschlag für eine Gaspipeline in Portugal die Verzweiflung Deutschlands zeigt

Bundeskanzler Olaf Scholz forderte den Bau einer Gaspipeline, um Gas von Portugal nach Mitteleuropa zu transportieren. Ziel ist es, die Abhängigkeit Europas von russischem Gas zu verringern. António Costa garantiert, dass Deutschland auf Portugal zählen kann.

Da Russland das Gas für Europa absperrte, war der alte Kontinent gezwungen, eine Lösung zu finden. Die Möglichkeit, eine Gaspipeline von Portugal nach Mitteleuropa zu bauen, ist eine davon.

Olaf Scholz bedauert, dass das Gasleitungsbauprojekt in Portugal nicht vorangekommen ist. In den letzten Jahren wurden die Energiebeziehungen zwischen Mitteleuropa und der Iberischen Halbinsel in Frankreich in Frage gestellt. Aber die Krise, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, hat dieses Thema wieder auf den Tisch gebracht.

Gleich zu Beginn des Konflikts machte António Costa deutlich, dass Portugal bereit sei, auf Energieverbund zu setzen, um die Sicherheit des Kontinents zu erhöhen. Jetzt bekräftigt der Premierminister auf Twitter die Idee und garantiert, dass „Deutschland sich zu 100 % auf die Zusagen Portugals verlassen kann“. Er betonte, dass das Rohr später für grünen Wasserstoff genutzt werden könne.

Portugal bezieht Erdgas hauptsächlich auf dem Seeweg von Sines. Der Bau einer Gaspipeline nach Europa wird mindestens drei Jahre dauern. Dieses Projekt wird dazu beitragen, Europas Energieabhängigkeit von Moskau zu verringern.

Er fand jedoch kritische Stimmen. Sampaio Nunes, ein Energiespezialist, kürzt diese Idee ab, was seiner Meinung nach die Verzweiflung Deutschlands zeigt. Für den ehemaligen Außenminister ist es „irrational“, eine Gaspipeline zu bauen, weil Portugal kein Gasproduzent ist. „Es ist sinnvoller, dass die Schiffe selbst – die sogenannten Methanarbeiter – in Sines entladen, entladen oder in Bilbao und Barcelona entladen werden, die eine große Aufnahmekapazität haben, oder direkt in Deutschland entladen“, sagte er.

Je näher die kälteren Monate kommen, desto drängender wird das Thema Gas: Olaf Scholz räumt ein, dass die Zeiten vor ihm schwierig werden, verspricht aber, dass die deutsche Bevölkerung in diesem Winter nicht frieren wird.

Ricarda Lange

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