Damit ist Deutschland zum ersten Mal seit den Olympischen Spielen in Rio (2016) mit Stil ins Finale eines großen Wettbewerbs zurückgekehrt. Seit Beginn des Wettbewerbs hinterlässt er auf dem Platz den besten Eindruck. Ein Trend, der teilweise durch die Zahlen bestätigt wird: Dies ist der zweitbeste Angriff (13 Tore oder fast drei Tore pro Spiel) und die geteilte beste Verteidigung (ein Gegentor kassiert).
Um auf ihrem Erfolg aufzubauen, setzte Deutschland auf eiserne Verteidigung – hinter den Scharnieren des erfahrenen Centers Hegering-Hendrich, 32 bzw. 30 Jahre alt – und kalten Realismus. Wenn man gegen Frankreich ein Gegentor kassiert – und damit nach Norwegen 1993 nicht das zweite Land sein wird, das die kontinentale Krone erobern kann, ohne ein einziges Gegentor zu kassieren (und das erste mit der aktuellen Formel mit sechzehn Mannschaften) –, dann wäre das der Fall immer noch die Formation der Konkurrenz, die solideste.
Nicht unbedingt gut bei übermäßigem Ballbesitz (nur 53 % im Schnitt seit Beginn des Turniers), Svenja
Huth – tödlich gegen Les Bleues (2 Assists) – und seine Teamkollegen bauten auf ihrem Erfolg mit schnellen, tödlichen Projektionen auf. Die relativ geringe Passgenauigkeit (nur die 8.beste Formation in diesem Bereich mit 78% Erfolg) bestätigt diese Beobachtung: Mannschaften versuchen schnell den Unterschied zu machen, sobald der Ball übernommen wird, anstatt geduldig zu bauen. Besonders deutlich wurde dies gegen Spanien (2:0). wenn Roja Ballmonopolisierung (66 %), wird mit einem Konter bestraft. Im Halbfinale hatten die Französinnen mehr Ballbesitz (49 %), litten aber auch unter den schnellen Schlägen und dem chirurgischen Abschluss der achtmaligen Europameisterin.



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