„Als ich die Regierungsvertreter direkt gefragt habe – wir brauchen jetzt eure Hilfe – habe ich eine Antwort gehört, dass es keinen Sinn macht, dass es jetzt keine Chance mehr gibt, diesen Krieg zu gewinnen“, sagte Melnik in einem Interview mit dem ZDF am Freitag ausgestrahlt. . Vertreter der Bundesregierung nannte er in dem Interview allerdings nicht.
Ihm zufolge habe er am Donnerstag in Berlin einen Satz gehört, wonach „die Ukraine nur noch wenige Stunden, vielleicht Tage“ hat. „Es war damals nur unsere Sorge. Es ist unfair, die ukrainische Armee und unsere Fähigkeit, uns zu verteidigen, zu unterschätzen und dies als Vorwand zu nehmen, jetzt nichts zu tun“, sagte der Botschafter.
Da bleibt keine Zeit für süße Worte und Floskeln über Solidarität. Wir müssen jetzt handeln
Deshalb wiederholte er gegenüber „unseren Freunden, den Menschen hier in Deutschland, der Bundesregierung“, dass es nie zu spät sei zu helfen. Ihm zufolge benötigt die Ukraine auch medizinische Versorgung, weil „Hunderte getötet und Hunderte verletzt wurden“.
„Für freundliche Worte und Solidaritätsbekundungen ist keine Zeit. Wir müssen jetzt handeln. Deshalb hoffen wir nicht nur, von unseren deutschen Freunden die Empathie zu bekommen, die wir seit zwei Jahren empfinden, das stimmt, aber wir werden Recht behalten. – wirklich bekommen, was wir brauchten“, sagte Melnik.
Er begrüßte die Sanktionen gegen Russland, beklagte aber, dass die Sanktionen nicht sofort, sondern erst später greifen würden. „Gestern (am Donnerstag die Redaktion anmerken) habe ich die Ministerinnen und Minister der Bundesregierung gleich nach ihrer Meinung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Sanktionen gefragt. Und die Antwort lautet ja, mittelfristig manchmal znamená, was bedeutet, dass wir auch in diesem Fall in Schwierigkeiten geraten können. Wir hoffen, dass härtere Sanktionen folgen werden, und zwar sehr schnell.“
Dem sollte Deutschland Rechnung tragen
Deutschland hat immer noch nicht klar seine Bereitschaft bekundet, Russland aus dem internationalen SWIFT-Bankensystem herauszuschneiden. Doch bevor er einen solchen Schritt gehen könne, müsse er zunächst die Folgen für seine eigene Wirtschaft berechnen, sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).



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