MADRID, 19. April. (EUROPÄISCHE PRESSE) –
Die Zahl der Insolvenzen von Unternehmen in Deutschland ist im März um 13,2 Prozent stärker gestiegen als im Februar, wie eine vorläufige Meldung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Mittwoch ergab.
Obwohl das Statistikamt noch keine genauen Zahlen vorgelegt hat – spätestens ab Januar -, sind diese Insolvenzen im Februar gegenüber Januar um 10,8 % gestiegen. Im ersten Monat dieses Jahres verzeichneten deutsche Gerichte 1.271 Insolvenzen, rund 20 % mehr als im Januar 2022, und hinterließen Verbindlichkeiten in Höhe von fast 2,3 Milliarden Euro. Am stärksten betroffen sind Unternehmen der Baubranche.
Die deutsche Agentur stellte fest, dass das Verfahren erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik aufgenommen wird. In den meisten Fällen, so bestätigte er, liege das Datum der Zahlungsaufforderung drei Monate vor der behördlichen Bestätigung.
KONKURS IM JAHR 2022
Die Zahl der Unternehmen, die in Deutschland Insolvenz anmelden, stieg im Jahr 2022 auf 14.590, 4,3 % mehr als im Jahr 2021, was die höchste Zahl seit der Finanzkrise 2009 ist, berichtete Destatis im März.
Die Agentur stellte fest, dass die Zahl der Insolvenzen das letzte Mal während der vorherigen Krise zugenommen hatte und seitdem die Zahl der Unternehmenspleiten von Jahr zu Jahr stetig zurückgegangen ist.
Analysten der Agentur dpa versichern, diese Daten seien nicht als Ausfallwelle zu interpretieren, sondern als moderater Anstieg der Insolvenzen infolge eines von Ukraine-Krieg und hoher Inflation geprägten Jahres.
Zudem wurde zwischen März 2020, in der Frühphase der Pandemie, und Mai 2021 die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen ganz oder teilweise ausgesetzt.
Die Bundesregierung versuchte daraufhin, eine Pleitewelle von Unternehmen zu vermeiden. Allerdings ist nach dem Ende dieser Befreiung mit einer Zunahme der Insolvenzen zu rechnen.



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