Beamte des US-Außenministeriums sagten, auf der Insel Pohnpei seien drei Dokumente unterzeichnet worden, mit denen ein 20-jähriges Abkommen erneuert werde, das Mikronesiens bisherige Sicherheits- und Haushaltsgarantien bietet.
Im Gegenzug erhält Washington ein neues militärisches Standbein im Pazifik, wo die Vereinigten Staaten Militärstützpunkte errichten können.
Mikronesien mit seinen rund 100.000 Einwohnern ist ein Verbündeter Washingtons, mit dem es seit der Unabhängigkeit 1986 enge Beziehungen unterhält.
Die Rivalität zwischen den USA und China im Pazifik verschärft sich, da Peking versucht, seinen Einfluss in der strategischen Region auszubauen.
Im März warf der scheidende Präsident der Föderation Mikronesien, David Panuelo, China in einem flammenden Brief an das Parlament vor, im Land „politische Kriegsführung“ zu führen und Korruption und Missbrauch einzusetzen.
Die USA hatten ähnliche Abkommen mit anderen Inseln in der Region, Marshall und Palau, die jedoch alle Ende dieses Jahres auslaufen.
Während Mikronesien und Palau die Zusammenarbeit mit Washington erneuerten, sind die Gespräche mit den Marshallinseln aufgrund der Hinterlassenschaften der US-Atomtests ins Stocken geraten.
Die Unterhändler der Marshallinseln wollen, dass Washington die Zahlung der Entschädigung für die Folgen der nordamerikanischen Tests beschleunigt.
Laut einer Entscheidung des International Court of Nuclear Claims sind die USA verpflichtet, mehr als drei Milliarden Dollar (2,7 Millionen Euro) an die Marshallinseln zu zahlen, die bisher nur 270 Millionen Dollar (250 Millionen Euro) erhalten haben.
Zwischen 1946 und 1958 führte Washington auf den Marshallinseln insgesamt 67 Atomtests durch, mit katastrophalen Folgen für die Umwelt und die Gesundheit der Inselbewohner.



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