Der Premierminister sagte auch, dass die Tschechen weiterhin Waffen an die Ukraine liefern würden. „Was in der Ukraine passiert, kann niemanden gleichgültig lassen“, sagte Fiala.
Der Premierminister sprach vorsichtig über mögliche Lieferungen schwerer Waffen wie Kampfflugzeuge oder Panzer aus westlichen Ländern. Ihm zufolge sind solche Lieferungen nicht mehr einfach, wenn sie von der Art sein müssen, die die Ukraine handhaben und reparieren kann. Die internationale Gemeinschaft sei bereit zu helfen und suche nach Ressourcen, sagt Fiala.
In Bezug auf eine frühere Anfrage ukrainischer Beamter, eine Flugverbotszone über der Ukraine einzurichten, sagte der Premierminister, dass diese von ukrainischen Streitkräften eingerichtet werden könnte, wenn sie über die entsprechenden Waffen verfügten. „An anderen Dingen wird gearbeitet, ich kann nicht ins Detail gehen“, fügte der Ministerpräsident hinzu.
Das Finanzministerium berechnet laut Fiala die Kosten, die die Tschechen bisher durch den Flüchtlingszuzug getragen haben, und prognostiziert diese Kosten für die Zukunft. „So können wir die Europäische Union um Unterstützung bitten“, sagte er. Die Tschechische Republik sei neben Polen eines der am stärksten betroffenen Länder, weil es ein Zielland sei, erinnerte er.
Bis heute hatten mehr als dreieinhalb Millionen Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, die Ukraine vor der russischen Invasion verlassen. Die Mehrheit von ihnen ging nach Polen, das auf seinem Hoheitsgebiet gemäß registriert wurde UNHCR mehr als zwei Millionen Ukrainer.
In Europa ist dies die schnellste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Laut Server Sicherheit sagte Filippo Grandi, Kommissar des Büros des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen.
Viele Länder haben ihre Grenzen für Flüchtlinge geöffnet. Mehr als 270.000 Menschen aus der Ukraine kamen in den ersten drei Wochen der russischen Invasion in die Tschechische Republik, und der Staat verabschiedete Gesetze, um ihnen den Zugang zu Jobs, Krankenversicherung und Studium zu erleichtern.
Auch in Deutschland erhalten Flüchtlinge aus der Ukraine bald eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, ukrainische Kinder können sofort eingeschult werden. Dänemark hat auch ein Gesetz verabschiedet, das es Flüchtlingen aus der Ukraine ermöglichen würde, sofort nach ihrer Ankunft eine Arbeit aufzunehmen, zur Schule zu gehen und Sozialleistungen zu erhalten.
In ähnlicher Weise wird Polen Flüchtlingen aus der Ukraine erlauben, legal zu arbeiten oder eine Sozial- und Krankenversicherung abzuschließen. Einige Länder wie Ungarn überdenken jedoch noch ihre Herangehensweise an das ukrainische Volk und werden Pläne entwickeln, um dem potenziellen Anstieg der Migration entgegenzuwirken.



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