Es gibt Geschäftswetten, die ebenso wie Wetten in Casinos zu teuer sein können. Die Wette des deutschen Pharmariesen Bayer, Glyphosat – das am häufigsten verwendete Herbizid der Welt – auszunutzen und ein noch in der Erprobung befindliches Medikament namens Asundexian herzustellen, kostet den deutschen Konzern derzeit viel Geld. Vielleicht zu viel.
Das Unternehmen steckt in der Krise, weil Glyphosat und Asundexian dem Unternehmen mit Sitz in Leverkusen (Südostdeutschland) unter dem Vorsitz des Amerikaners Bill Anderson Probleme bereiten. Dieser Mann, der im vergangenen Juni das Ruder übernahm, musste ein Unternehmen mit 160-jähriger Geschichte leiten – gegründet im Jahr 1863 –, das nun jedoch mit einer Vielzahl komplizierter Zeiten konfrontiert ist.
Ende November verurteilte ein Richter im US-Bundesstaat Missouri den deutschen Pharmakonzern zur Zahlung von 1,560 Millionen Dollar (rund 1,433 Millionen Euro) in einem Fall, in dem es um drei Anwender von Roundup, einem Herbizid auf Glyphosatbasis, ging, denen sie vorwarfen, es sei eine Gartenarbeit Es ist bekannt, dass es Krankheiten, einschließlich Krebs, verursacht. Roundup ist ein Produkt des amerikanischen Agrochemieunternehmens Monsanto. Monsanto wurde 2018 von Bayer übernommen.
Deutsche Wirtschaftsnachrichtenkommentatoren behaupten, dass beim Kauf von Monsanto durch Bayer im Wert von rund 58 Milliarden Euro letztendlich nur die Anwälte von Goldman Sachs und andere Anwälte, die mit der Schließung des Unternehmens beauftragt wurden, Geld verdienten. An diesem Mittwoch entschied ein anderer Richter in einem Gericht in Philadelphia, dass der deutsche Pharmakonzern 3,5 Millionen US-Dollar an den Kläger zahlen muss, weil nachgewiesen wurde, dass die Krebserkrankung, an der er litt, durch die Verwendung von Glyphosat aus dem Herbizid Bayer verursacht wurde, das unter dem Markennamen vermarktet wird Aufrunden. .
Angesichts von Entscheidungen wie denen der Richter in Missouri und Philadelphia (Bayers fünfte Niederlage vor Gericht in letzter Zeit) verbirgt die Ironie der Kommentatoren das Drama eines deutschen Industriegiganten, der mit dem Kauf von Monsanto sicherlich andere Pläne hatte. Die teure Operation sei „die teuerste Akquisition gewesen, die jemals ein deutsches Unternehmen im Ausland getätigt hat“, erinnerte sich die Zeitung auf ihrer Wirtschaftsseite. Frankfurter Rundschau.
Sie haben auch das Medikament Asundexian als Zukunftsprojekt. Ziel ist es, dass dieses neue Medikament in naher Zukunft bis zu 5.000 Millionen Euro zum Geschäftsvolumen beitragen wird. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob ein Medikament zur Vorbeugung von Schlaganfällen bei bestimmten Patienten zu einem erfolgreichen Geschäft führen wird.
„UND„Der größte Wertvernichter auf den deutschen Kapitalmärkten“
Derzeit, am 19. November, wurde bekanntermaßen die dritte Phase der Arzneimittelentwicklung gestoppt, und zu diesem Zeitpunkt begann die Erprobung des neuen Produkts an großen Personengruppen. Offenbar musste der Test wegen mangelnder Wirksamkeit des Medikaments abgebrochen werden, wie die britische Behörde berichtete. Reuters. Dieser frustrierende Test ist nach Angaben des Unternehmens der „größte“, den Bayern bisher vorbereitet hat.
Diese Nachricht und das Gerichtsurteil in den USA hatten unmittelbare Auswirkungen auf die Gesundheit des Bayer-Aktienmarktes. Die Aktien verloren an einem Tag ein Fünftel ihres Wertes. Am Montag, 20. November, notierte die Aktie bei 34,01 Euro. Am Freitag, 17. November, lag der Preis bei 41,45 Euro. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels lag die Bayer-Aktie bei 31,36 Euro.
Der Wertverlust der Bayer-Aktie im November war beispiellos in der Unternehmensgeschichte. Doch das „Bayer-Aktiendrama“, so die jüngsten Wirtschaftsschlagzeilen in Frankfurter Allgemeine ZeitungEs ist nicht das einzige.
Doch es zeigt sich, dass Bayer im aktuellen Kontext zum „größten Wertvernichter am deutschen Kapitalmarkt“ geworden ist, heißt es in der Analyse im Wirtschaftsteil der Frankfurter Zeitung. Schätzungen zufolge ist der Marktwert der Bayer-Aktien seit dem Kauf von Monsanto um rund 60 Milliarden Euro gesunken.
„Ist Bayer noch zu retten?“
Der Wertverfall der Bayer-Aktie war auch auf die besorgniserregende Schuldensituation zurückzuführen. „Bayer leidet unter seiner hohen Verschuldung“, hieß es im Wirtschaftsblatt HandelsblattUnter Berücksichtigung der Nettoverschuldung betrug die Nettoverschuldung im dritten Quartal dieses Jahres nach Angaben des deutschen Statistikportals 38,721 Millionen Euro Statistiker. Steigende Zinsen belasten Unternehmen wie Bayer zusätzlich.
In diesem Zusammenhang verweisen Analysten auf die „Tragödie“ durch „selbstverschuldeten Schaden“ und beziehen sich dabei auf die Situation von Bayer. Andere fragten sich, wie es die Zeitung auf ihrer Wirtschaftsseite tat Mati Welt: Ist Bayer noch zu retten? Fragen wie diese stellen nun die Arbeit von Bill Anderson in Frage, der erst seit einem halben Jahr im Unternehmen arbeitet.
Anderson ist sich der Entlassungen ebenso bewusst wie die Chefs anderer großer deutscher Unternehmen wie des Autobauers Volkswagen oder des Metallurgiekonzerns Thyssenkrupp. Spanien ist von dieser Maßnahme betroffen. Anderson selbst sagte, dass die Belegschaft des Unternehmens, das rund 100.000 Menschen in 83 Ländern beschäftigt, unter den gegebenen Umständen „erheblich reduziert“ werden müsse.
Die Situation ist für Bayer noch lange nicht optimal. Dies liegt jedoch nicht an den derzeit schlechten Zeiten der deutschen Wirtschaft oder insbesondere an den derzeit hohen Energiekosten für die Produktion in Deutschland. Dies sind negative Auswirkungen, die vor allem andere deutsche Unternehmen zu spüren bekommen. Allerdings hat Bayers Erkrankung eher mit teuren Glücksspielen der Vergangenheit zu tun.



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