Der Schweiz hätte im Frankfurter Stadion beinahe ein vernichtender Schlag versetzt. Aber Deutschland ist immer noch Deutschland. Durch einen Kopfballtreffer von Füllkrug erreichten die Heimmannschaft ein schmerzhaftes Unentschieden und belegten mit einem schmerzhaften 1:1 den ersten Platz in der Gruppe A. Nun hofft er, im Achtelfinale auf seinen Gegner zu treffen, der in der Gruppe C, bestehend aus England (4 Punkte), Slowenien (2), Dänemark (2) und Serbien (1), den zweiten Platz belegt. Die Schweiz ihrerseits trifft in der Gruppe B auf Italien, den Zweitplatzierten hinter Spanien (dieser Montag wird festgelegt).
Die Definition dieser Gruppe im Europapokal bedeutet, dass jeder keine Zeit zum Ausruhen hat. Das Problem ist, dass sich beide Spiele erst in der Verlängerung drehten. Dem Ausgleich Deutschlands folgte wenige Minuten später der Siegtreffer Ungarns in Stuttgart.
Im Vorfeld der Niederlage hatte sich der Verdacht geäußert, dass das bereits qualifizierte Deutschland auf dem zweiten Platz landen und so einen Weg vermeiden würde, auf dem es auf hypothetische Erzrivalen wie Spanien und Portugal treffen könnte. Allerdings steht Deutschlands Spiel außer Zweifel. Sie suchen ständig nach ihm. Statistische Fakten belegen seine Offensivwilligkeit: Er hatte 18 Schüsse und 62 Prozent Ballbesitz gegen die eingekesselte Schweiz.
Plötzlich ließ die Schweizer Überraschung mehr als die Hälfte des Stadions verstummen. Plötzlich überkam die Ungläubigkeit die Deutschen, die ohne Erklärung ihre Köpfe umklammerten. Und Ndoye kam Jonathan Tah zuvor und erzielte gleich bei der ersten Begegnung den 1:0-Tor, wodurch die Dominanz der Gastgeber nahezu absolut war. Und das Spiel nimmt von da an eine andere Farbe an.
Für Julian Nagelsmann, den deutschen Trainer, wurden die Zeitungen nass. Sein Team stand erwartungsgemäß im Mittelpunkt. Er entschied sich für die unebene Seite und das gelang ihm vor allem auf der linken Seite. Tatsächlich ging es ans Tor: ein Pass von Maximilian Mittelstädt, eine Flanke, eine Freigabe von Michel Aebischer, ein Fang und Schuss von außen von Robert Andrich und ein Torwart mit schwacher Reaktion, der den Ball nicht verhindern konnte Netz.
Aber die Entscheidung kam vom VAR. Der italienische Schiedsrichter Daniele Orsato schaute auf den Monitor und bemerkte ein Foul von Jamal Musiala an Aebischer, als der Flügelspieler eine Weigerung machte. Gut abgesagt. Deutschland hatte alles im Griff und der Punkteunterschied war nur eine Frage der Zeit. Aber er hat nicht die Effektivität seiner Rivalen.
Die Schweizer waren purer Opportunismus, sie nutzten die Unaufmerksamkeit in der deutschen Abwehr aus und griffen zunächst unerwartet an. Und er erzielte fast sofort das zweite Tor durch eine Flanke von Ndoye, die Antonio Rüdiger mühelos besiegte. Der Ball ging knapp am langen Pfosten von Manuel Neuer vorbei.
Die Schweiz nutzte diese Ergebnisse zu ihrem Vorteil und reduzierte ihr Ranking weiter. Aus dem 5-2-3-Muster wird ein 5-4-1, wenn sich die Flügelspieler im Mittelfeld positionieren, das dann an die Abwehr gebunden ist. Ohne den Weltraum blieb Deutschland in der Schweizer Strickerei verstrickt. Gefangen und ohne Ausweg blieb der gute Ilkay Gündogan zurück, immer umgeben von mehreren Rothemden. Der Fahrer aus Barcelona konnte nicht aufstehen und die Einfahrt in den Bereich schien eine unmögliche Mission zu sein.
Deshalb begann er es aus der Ferne zu versuchen, als er die Lücke sah. In der zweiten Halbzeit dominierte Deutschland wirklich und die Schweiz fiel weit hinter Neuers Tor zurück. Musala und Toni Kroos suchten erfolglos nach ihm. Kai Havertz gewann mehrfach mit seinen Kopfbällen, ohne gute Führung. Der Mann, der es schaffte, das Tor zu erzielen, war Ruben Vargas, der einen tödlichen Gegenangriff ausnutzte und das freie Feld ausnutzte und das zweite Tor erzielte, das jedoch sinnlos war, weil er in Führung lag.
Swiss Granite machte ihm im Angriff nicht den Garaus und Deutschland übernahm am Ende wieder die Führung der Gruppe. In der zweiten Minute der Nachspielzeit landete David Raums Flanke von links an der Stirn des für Musiala eingewechselten Niclas Füllkrug.
Der Dortmunder Torschütze erzielte den Ausgleich, der in Frankfurt und in ganz Deutschland als Sieg gefeiert wurde.
Bestes Drama



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