Die Entsendung von Panzern in die Ukraine könnte den Konflikt weiter verschärfen

Die russische Regierung verurteilt die Entscheidung vom Freitag scharf Deutsch zu liefern Ukraine gepanzerter Personentransporter und das Patriot-Flugabwehrsystem, das er als „einen Schritt zur Eskalation des Konflikts“ bezeichnete.

Der Nachschub an diesen schweren Waffen hat sich wieder einmal überschnitten „moralische Linie“, so eine Stellungnahme der russischen Botschaft in Berlin, die auf die historische Verantwortung Deutschlands für die Verbrechen der Nazis gegen Russland im Zweiten Weltkrieg verwies.

In Deutschland gibt es derweil bereits eine Debatte darüber neue Waffenlieferungen in die Ukraine für den Kampf gegen den russischen Aggressor. Politiker verschiedener Parteien befürworten auch die Entsendung des deutlich leistungsstärkeren Kampfpanzers Leopard 2 ins Kriegsgebiet. Bislang hat die Bundesregierung dazu jedoch keine Pläne.

Bundeskanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Bidenerklärte am Donnerstagabend nach Telefongespräch, die zum ersten Mal westlich hergestellte Schützenpanzer in die Ukraine liefern wird.

Bis Ende März will die Bundesregierung rund 40 Marder schicken. Dass acht Wochen Ausbildung Ukrainische Soldaten in gepanzerten Fahrzeugen werden in Deutschland stattfinden.

Die Ukraine bittet ihre westlichen Verbündeten, insbesondere Deutschland, seit Monaten um Kampfpanzer und Schützenpanzer. Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyjbedankte sich bei Scholz und Biden für die gemachten Zusagen.

„Wir werden ein weiteres Patriot-System erhalten und mächtiger Panzertechnologie ist dies wirklich ein großer Sieg für unser Land“, sagte Trump in einer Videoansprache.

Polen begrüßte auch die Ankündigung Deutschlands, Patriot-Luftverteidigungssysteme in die Ukraine zu schicken. Der polnische Außenminister Zbigniew Rau habe diesen Schritt mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, schrieb er auf Twitter. „Diese Entscheidung steht im Einklang mit dem, was Polen Ende November vorgelegt hat“, erklärt haben.

Damals hatte die Warschauer Regierung vorgeschlagen, dass Deutschland einige der Polen angebotenen Patriot-Systeme direkt in die Ukraine überführt, was in Berlin für große Unzufriedenheit sorgte.

Rafael Schröder

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