Die Elsässerin Pauline Schenkel, der neue Star des deutschen Varietés

„Man kann schon 19 sein und Abwandlungen des Deutschen mögen“, lacht Pauline Schenkel. Der junge Mann aus Langensoultzbach (Bas-Rhin) gewann am vergangenen Sonntag den Gesangswettbewerb „Immer wieder Sonntags“, der in der ARD ausgestrahlt wurde. Nachdem er seit dem 18. Juli sechs Konkurrenten eliminiert hatte, erhielt Bas-Rhinoise beim Finale der Show, das im Europa-Park gefilmt wurde, 63 % der Stimmen.

„Angesichts der Tatsache, dass die Veranstaltung aus gesundheitlichen Gründen ohne Publikum übertragen wurde, hatte ich trotz der vielen Nachrichten in den sozialen Netzwerken Schwierigkeiten zu erkennen, was mit mir geschah“, gab Pauline zu. Mit dem Lied „Sommer in Marseille“ konnte Pauline die 2 Millionen Zuschauer von dieser Veranstaltung, einer wahren Institution in Deutschland, überzeugen. „Diese Show ist eine Referenz für Fans von Schlager, einer deutschen Folk-Variante. „Während meiner Teenagerjahre wurde ich von der Musik, die meine Großeltern hörten, eingelullt“, sagte die junge Frau. Seit 2016 tritt Pauline auf Volksmusikpartys im Elsass und in Deutschland auf. „Ich habe es schon immer geliebt, auf Deutsch zu singen, aber ich hätte nie gedacht, dass ich es zu meinem Beruf machen würde“, gibt dieser Lara-Fabian-Fan zu.

Anfang des Jahres von der österreichischen Plattenfirma unter Vertrag genommen, arbeitet der junge Sänger seit mehreren Monaten an seinem ersten Album „Paris nach Berlin“, das am 18. September erscheinen wird. Sollte das Werk auch in Frankreich vertrieben werden, war Pauline bewusst, dass es unwahrscheinlich sei, dass das Projekt in Frankreich erfolgreich sein würde: „Im Inland gilt Volksmusik als altmodisch. In Deutschland ist das anders: Von 15 bis 80 Jahren hört und singt jeder Schlager“, versichert die Frau, die nun jenseits des Rheins Karriere machen will.

Lora Kaiser

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