Die deutschen Importpreise fielen im September im Jahresvergleich um 14,3 %

BERLIN, 31. Okt. (Reuters) – Die deutschen Importpreise sind im September im Jahresvergleich um 14,3 % gesunken, berichtete das Statistikamt am Dienstag und setzten damit einen Abwärtstrend fort, der im vergangenen Jahr begann.

Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang von 15,1 % gerechnet.

Der starke Rückgang sei vor allem auf den Basiseffekt eines starken Preisanstiegs im Jahr 2022 aufgrund des Krieges in der Ukraine zurückzuführen, teilte das Statistikamt mit.

Da die deutsche Wirtschaft viele Vorprodukte und Rohstoffe aus dem Ausland bezieht, wirken sich sinkende Importpreise verzögert auf die Gesamtinflation aus.

Die Inflation in Deutschland ging im Oktober deutlich zurück und sank auf 3,0 % und damit auf den niedrigsten Stand seit August 2021.

Laut einer Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts vom Dienstag planen nur wenige Unternehmen in Deutschland, in den kommenden Monaten die Preise zu erhöhen.

Der Umfrage zufolge sanken die Preiserwartungen im Oktober auf 15,3 Punkte, verglichen mit 15,7 Punkten im September.

Den deutlichsten Rückgang gab es laut Ifo in den konsumnahen Sektoren.

„Das bedeutet, dass die Verbraucherpreise weiter steigen werden. Allerdings wird sich das Tempo verlangsamen und damit auch die Inflation“, sagte Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Prognose.

(Berichterstattung von Maria Martinez und Rachel More; Redaktion von Friederike Heine und Christina Fincher; spanische Redaktion von Flora Gómez)

Lora Kaiser

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