Die deutsche Wirtschaft stagnierte im zweiten Quartal

Laut einem Bericht der nationalen Statistikbehörde Destatis vom Freitag, 25. August, erlebte Deutschland im zweiten Quartal eine wirtschaftliche Stagnation mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von Null.

Die endgültigen BIP-Daten der großen europäischen Volkswirtschaften bestätigten die ersten Schätzungen von Ende Juli, nachdem sie in den beiden vorangegangenen Quartalen laut korrigierten Preis- und Inflationsdaten zuvor um 0,4 % bzw. 0,1 % gesunken waren.

Über einen Zeitraum von einem Jahr verzeichnete dieser Indikator inflationsbereinigt einen Rückgang von 0,6 %.

„Nach einem leichten Rückgang im Vergleich zu den beiden Vorquartalen hat sich die deutsche Wirtschaft im Frühjahr stabilisiert“, kommentierte Destatis-Präsidentin Ruth Brand in einer Pressemitteilung.

Die Industrieproduktion blieb schwach und stieg im Quartal nur um 0,1 %, obwohl Lieferengpässe allmählich beseitigt wurden.

Die Auslandsnachfrage, insbesondere vom Hauptkunden China, ging zurück, was sich negativ auf die Exporte auswirkte, die insgesamt um 1,1 % zurückgingen.

Trotz höherer Finanzierungskosten stiegen die Investitionen im Ausrüstungssektor um 0,6 % und im Bausektor um 0,2 %.

Nach zwei Rückgängen in Folge stiegen die Konsumausgaben laut Destatis um 0,1 %.

Diese Entwicklung ist auf einen weiterhin soliden Arbeitsmarkt, einen starken Lohnanstieg und einen Abwärtstrend bei der Inflation zurückzuführen, die jedoch mit 6,5 % im Juli weiterhin hoch ist.

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) verzeichnete im Juli und August weiterhin zwei deutliche Rückgänge, was darauf hindeutet, dass im Sommerquartal mit einem weiteren Rückgang des deutschen BIP zu rechnen ist.

Die deutsche Wirtschaft könnte dieses Jahr im roten Bereich, am Ende der Liste der Euro-Länder, abschließen.

Für das jahr 2024 rechnet das wichtigste deutsche Wirtschaftsinstitut mit einem Rückgang zwischen 0,2 und 0,4 % des deutschen BIP, der IWF prognostiziert -0,3 %.

Ricarda Lange

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