Bloomberg – Die deutsche Produktion schrumpfte im dritten Quartal, was das Risiko erhöht, dass Europas größte Volkswirtschaft in eine Rezession gerät. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten um 0,1 %weniger als der Rückgang um 0,2 %, den Ökonomen erwartet hatten, berichtete das Statistikamt am Montag und verwies auf einen Rückgang der Haushaltsausgaben.
Die Daten unterstreichen dies Deutschland hat Mühe, sich von der energiebedingten Rezession des letzten Winters zu erholenDen überprüften Daten zufolge folgten mindestens zwei Quartale der Stagnation oder des Wachstums.
Es ist die einzige große Volkswirtschaft, die nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr schrumpfen wird, was Fragen zu ihren langfristigen Aussichten aufwirft.
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Obwohl sich der Dienstleistungssektor besser behauptet, zeigt die Konjunkturumfrage von S&P Global, dass auch in diesem Sektor die Dynamik nachlässt. Darüber hinaus zeichnen sich auch Risse auf dem Arbeitsmarkt ab. Laut S&P Global schrumpfte die weltweite Aktivität des privaten Sektors zu Beginn des vierten Quartals weiter.
Darüber hinaus wird erwartet, dass die sinkende Inflation und steigende Löhne zu einem konsumbedingten Anstieg führen werden, obwohl in einem aktuellen Bericht der Bundesbank festgestellt wurde, dass die privaten Haushalte ihre Ausgaben nicht erhöht haben.. Die befragten Analysten von Bloomberg Sie schätzen, dass Deutschland im Jahr 2024 um 0,5 % wachsen wird.
Andere BIP-Daten für die Region sind lückenhaft. Während Spanien und Belgien ihr Wachstum aufrechterhielten, geriet Österreich in eine Rezession, da Konsum und Investitionen einbrachen. Analysten gehen davon aus, dass das Wachstum zwischen Juli und September stagnieren wird.
Das Wirtschaftsvertrauen in der Region hat sich im sechsten Monat in Folge abgeschwächt, wenn auch geringer als erwartet. Dieser Anstieg wurde vom verarbeitenden Gewerbe und dem Einzelhandel getragen, während der Dienstleistungssektor einen Anstieg verzeichnete.
Was Bloomberg Economics sagt
„Die deutsche Wirtschaft schwächt sich aufgrund steigender Zinsen, schwächerer Auslandsnachfrage und teurerer Energiepreise weiter ab. Allerdings sehen wir jetzt erste Anzeichen dafür, dass sich die Wirtschaftsaktivität gegen Ende des Jahres stabilisieren könnte, wenngleich die Risiken für die Konjunkturaussichten immer noch nach unten tendieren. – Martin Ademmer, Ökonom
Steigende Zinssätze in Deutschland und anderen Ländern der Welt haben die Nachfrage nach Industriegütern stark beeinträchtigt, da Deutschland sich stärker auf andere Länder verlässt, um das Wachstum anzukurbeln. Der Chemieriese Lanxess AG hat angekündigt, in diesem Monat 7 % seiner Belegschaft abzubauen, während die Volkswagen AG angekündigt hat, die Einsparungen zu verdoppeln, um die Rentabilität zu verbessern.
Weitere Informationen unter Bloomberg.com
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