Anfang September 2021, drei Wochen vor der Bundestagswahl in Deutschland, warnten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der CDU-Kandidat Armin Laschet im Deutschen Bundestag vor einer möglichen Regierung der SPD. Linksparteien Die Linke und Die Grünen.
Plötzlich deuten Umfragen darauf hin, dass ein rot-rot-grünes Bündnis möglich ist, wenn auch sehr knapp. In Wirklichkeit mögen die Kanzlerkandidaten der SPD und der Grünen, Olaf Scholz und Annalena Baerbock, die Koalition mit der Linken (Linke) zwar nicht, wollen sie aber auch nicht ausschließen, weil sie notfalls ausfällt könnte eine Alternative zu einer anderen Koalition sein. Die Prioritäten für die Bildung von Regierungsbündnissen sind unterschiedlich: die von SPD, den Liberalen der FDP und den Grünen (eine Koalition von Ampeln, die sich an den Farben der jeweiligen Partei orientiert) oder die der Christdemokraten von CDU und CSU seiner bayerischen Schwesterpartei zusammen mit Los Verdes und der FDP (der jamaikanischen Koalition, weil die Farben dieser Parteien die Farben der Landesflagge sind)
Fraktion um fast die Hälfte gekürzt
Anfang Oktober 2021, eine Woche nach der Wahl, freute sich Die Linke, weiterhin im Parlament vertreten zu sein. Mit 4,9 Prozent der Stimmen hätte er aus dem Bundestag ausgeschlossen werden müssen, weil er die für den Einzug in die Kammer erforderlichen Mindestwerte von 5 Prozent nicht erreicht hatte, aber er hat von Wahlregeln profitiert, die ihm den parlamentarischen Zugang ermöglichen, indem er drei Direktmandate von drei erreicht hat Bezirke.
Janine Wissler, die seit Februar 2021 an der Seite von Susanne Hennig-Wellsow die Leitung führt, sagte, das einzig Gute an einem schlechten Wahlergebnis sei, dass es „noch eine Chance“ habe. Aber keiner der beiden Führer der Linken machte sich große Illusionen. Ihre parlamentarische Vertretung ist von 69 auf 39 Abgeordnete gesunken und damit die kleinste im Parlament.
Fast 30 Prozent der Abgeordneten sind Migrationsherkunft
Diese Formation hat mit 28,2 Prozent den höchsten Anteil an Abgeordneten aus Familien mit Migrationshintergrund. Bei der SPD sind es 17 Prozent und bei den Grünen 14,9 Prozent. Weit abgeschlagen folgen Rechtspopulisten in der AfD mit 7,2 Prozent und Christdemokraten in CDU/CSU mit 4,1 Prozent.



Ein Verlierer-Trio nach der Wahl 2021: Janine Wissler (links), Susanne Hennig-Wellsow (rechts) und Dietmar Bartsch (Mitte), der Vorsitzende der Linken.
Auch bei der Vertretung von Frauen unter ihren Mitgliedern führt die Linke mit 54 Prozent Frauen. Nur die Grünen übertrafen ihn um 58 Prozent. In allen anderen Formationen sind Frauen in der Minderheit (SPD 42 Prozent, FDP 24 Prozent und AfD 13 Prozent).
Trotz des schlechten Wahlergebnisses kann sich Die Linke damit rühmen, die vielfältigste Fraktion im neuen Bundestag zu sein, auch wenn sie keinen großen politischen Einfluss ausüben wird. Auf der anderen Seite. Die Linke war nach der Wahl 2013 die drittgrößte Fraktion und die stärkste Fraktion in der Opposition. Dies spiegelt sich in der Zeit wider, die er in parlamentarischen Debatten sprechen muss.
Außerdem hatte er das Privileg, als erste Gruppe auf die Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu reagieren. Dieser Vorteil bedeutet immer mehr mediale Aufmerksamkeit und genießt Die Linke während des gesamten Mandats. Doch 2017 war damit Schluss. Erstmals erreichte die Alternative für Deutschland eine parlamentarische Vertretung und nahm mit Die Linke auch die Position des Oppositionsführers im Bundestag ein.
Auch in den östlichen Bundesländern, mit Ausnahme Thüringens, hat der Einfluss der Linken stark abgenommen. Und 2021 kam eine Wahlkatastrophe, eine „Katastrophe“, so Janine Wissler, für die sie immer noch keine Antwort gefunden haben. In der öffentlichen Stellungnahme hieß es, die Gründung selbst sei ursächlich für die „dramatische Niederlage“ gewesen und die Partei solle grundsätzliche Fragen zu „unseren Fehlern, unserer gesellschaftlichen Funktion und unserem Profil“ formulieren.
(ms/ers)



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