Die deutsche Agentur dpa meldet für 2023 einen leichten Umsatzanstieg

Hamburg, 25. Juni (dpa) – Deutschlands größte Nachrichtenagentur dpa hat ihren Umsatz im Jahr 2023 leicht auf 165,9 Millionen Euro (178,2 Millionen US-Dollar) gesteigert, gab das Medienunternehmen heute auf einer Hauptversammlung in Hamburg bekannt.

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Blick auf die dpa-Multimedia-Zentrale in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa

Im Jahr 2022 wird der Umsatz 165,5 Millionen Euro erreichen. Das Unternehmen Ihre Hauptgesellschaft, die Deutsche Presse-Agentur GmbH, erzielte einen Umsatz von 104,3 Millionen Euro nach 103,2 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss des Konzerns belief sich auf 1,4 Millionen Euro (2022: 1,2 Millionen Euro).

Das dpa-Jahr war unter anderem geprägt von der Eröffnung einer Multimedia-Redaktion in Berlin, dem Ausbau des Bewegtbildgeschäfts und dem Aufbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI).

dpa-Tochtergesellschaften leisten wesentliche Beiträge zur Geschäftsentwicklung. Den größten Beitrag leistete die news aktuell GmbH, beispielsweise mit dem Sender „ots“. Das Fotounternehmen dpa Picture Alliance GmbH meldete einen leichten Gewinnanstieg. Dank Innovationen bei Datenprodukten und Faktenprüfung erzielte die dpa-infocom GmbH in diesem Jahr einen Nettogewinn.

„Die Diversifizierung der dpa-Gruppe und ihrer Dienstleistungen war und ist der Schlüssel zu unserem Erfolg als unabhängige Nachrichtenagentur und deutsches Medien-Joint-Venture“, sagte dpa-Vorstandsvorsitzender Peter Kropsch.

Heute zeige sich dies vor allem an der Entwicklung des Videogeschäfts, sagte er. Und er fügte hinzu, dass Bewegtbilder für dpa in der Zukunft großes Potenzial hätten. „Das Gleiche sehen wir im Bereich KI: Wir wollen die redaktionellen und geschäftlichen Möglichkeiten, die diese Technologie bietet, zum Nutzen unserer Kunden nutzen“, fügte Kropsch hinzu.

Unterdessen sagte dpa-Chefredakteur Sven Gösmann: „Unsere Multimedia-Redaktion im Herzen Berlins ist in nur wenigen Monaten zu einer Erfolgsgeschichte geworden.“ Er bezeichnete es als hervorragende Antwort auf die Anforderungen dezentraler und mobiler Arbeit. Gösmann erwähnte auch das neue Produktionssystem für die Nachrichtenredaktion, Rubix, dank dem die dpa-Nachrichtenredaktionen schneller arbeiten und besser vernetzt sind.

Auch im Führungsteam kam es zu Veränderungen. Matthias Mahn, 63, Vorstand Personal und Recht, hat seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert. Er arbeitet seit 2002 bei DPA und fungiert seit 2010 als Direktor. Durch seinen Weggang wird sich die Größe des Managementteams verringern. dpa-Chef Kropsch wird das Unternehmen nun gemeinsam mit dem langjährigen Geschäftsführer Andreas Schmidt leiten.

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wurde 1949 gegründet. Sie ist eine der weltweit führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen und beliefert Medienunternehmen, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Inhalten. Dazu gehören Texte, Fotos, Videos, Grafiken, Radiosendungen und andere Formate.

Rund 170 deutsche Medienunternehmen sind dpa-Gesellschafter. Rund 1.000 Journalisten arbeiten in rund 140 Büros im In- und Ausland. Die Redaktion arbeitet unabhängig von Weltanschauungen, Wirtschaftsunternehmen und Regierungen. Die zentrale Redaktion befindet sich in Berlin, die Unternehmensleitung hat ihren Sitz in Hamburg.

Lora Kaiser

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