BERLIN, 6. November (Reuters) – Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage ist der deutsche Dienstleistungssektor im Oktober aufgrund der anhaltenden Nachfrageschwäche erneut geschrumpft.
Der endgültige Einkaufsmanagerindex (PMI) des HCOB-Dienstleistungssektors fiel von 50,3 im September auf 48,2 im Oktober und fiel damit unter den Wert von 50, der auf ein Aktivitätswachstum hindeutet.
Die Leistungsfähigkeit des Dienstleistungssektors wird weiterhin durch den Mangel an neuen Arbeitsplätzen beeinträchtigt.
„Dieser Einstellungsrückgang hält seit Juli an, es sieht also so aus, als ob uns ein paar schwierige Monate bevorstehen“, sagte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank.
Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt blieben jedoch begrenzt, die Beschäftigung ging nur leicht zurück.
Die Oktober-Umfrage zeigte, dass die Dienstleister hinsichtlich ihrer Geschäftsaussichten im kommenden Jahr äußerst optimistisch waren, da Bedenken hinsichtlich der Gesamtwirtschaft und des anhaltenden Inflationsdrucks das Vertrauen dämpften.
Der zusammengesetzte PMI-Index, der Dienstleistungen und verarbeitendes Gewerbe umfasst, fiel von 46,4 im September auf 45,9 im Oktober, was ein etwas schnelleres Tempo des Rückgangs der gesamten Geschäftstätigkeit im privaten Sektor signalisiert.
„Höhere Zinsen, neue Kriege im Nahen Osten und höhere Ölpreise sind nicht die richtige Kombination für eine glänzende Zukunft“, sagte de la Rubia.
(Berichterstattung von Maria Martinez; Redaktion von Hugh Lawson; spanische Redaktion von Flora Gómez)



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