BERLIN, 23 (DPA/EP)
Der Vorsitzende der Linken-Fraktion (Die Linke), Dietmar Bartsch, berichtete am Montag, dass mindestens zehn der 38 Abgeordneten, die sie im Bundestag stellt, die Partei verlassen haben und eine neue politische Formation gründen werden.
Diese Nachricht kommt, nachdem die prominente progressive Politikerin Sahra Wagenknecht Stunden zuvor ihren Rücktritt von Die Linke und ihre Ambitionen angekündigt hatte, eine neue linke politische Formation zu fördern, die Wähler mobilisieren könnte.
Wie Bartsch berichtet, wollen die Abgeordneten, die ihren Austritt aus der Partei erklärt haben, dennoch Teil der Fraktion bleiben, worüber Die Linke „souverän und ruhig“ entscheiden werde.
Allerdings räumte Bartsch ein, dass er den Abgang der zehn Abgeordneten für eine „verantwortungslose und inakzeptable“ Entscheidung halte. Sollten zwei weitere Abgeordnete die Partei verlassen, verliert Die Linke ihre eigene Fraktion im Bundestag.
Wagenknecht argumentierte, dass er die Entscheidung, Die Linke zu verlassen, mit der Begründung getroffen habe, dass sie ihre Wähler nicht mehr mobilisiere, und dass er daher der Ansicht sei, dass der Progressivismus in den deutschen Institutionen Gefahr laufe, an Macht zu verlieren.
Die Linke ist nach den Sozialdemokraten, der klassischen Rechten, den Grünen, den Liberalen und der rechtsextremen Alternative für Deutschland die fünftgrößte politische Partei im Bundestag.



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