BERLIN, 11. November (DPA/EP) –
Die Bundesregierung plant, mehr ausländische Investitionen in Märkte außerhalb Chinas zu lenken, um die Abhängigkeit von der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu verringern.
Auf Vorschlag von Wirtschaftsminister Robert Habeck hat sich die Exekutivkoalition von Bundeskanzler Olaf Scholz darauf geeinigt, einen Mechanismus namens Investitionsgarantien zu überprüfen, wie aus ministeriellen Quellen der dpa hervorgeht.
Mit den Investitionsgarantien des Kabinetts können deutsche Unternehmen ihre Investitionen in Entwicklungs- und Entwicklungsländern gegen politische Risiken wie Enteignungen oder Kapital- und Transferbeschränkungen absichern.
Die Nachricht kommt, als Habeck am Freitag zu einer deutschen Wirtschaftskonferenz nach Singapur reisen soll. Auch Scholz wird dabei sein und von Vietnam nach Singapur reisen, bevor er zum G20-Gipfel nach Bali fliegt.
Auf der deutschen Industriekonferenz Asien-Pazifik am 13. und 14. November geht es um den Ausbau der Versorgungswege. Die Abhängigkeit Deutschlands von russischen fossilen Brennstoffen hat eine breite Debatte über die Verringerung der wirtschaftlichen Abhängigkeit von China ausgelöst.
Die Überarbeitung des Mechanismus soll deutsche Unternehmen künftig stärker bei der Erschließung neuer Märkte unterstützen und Anreize zur Diversifizierung schaffen. Deutsche Unternehmen sollen „effektiv“ dabei unterstützt werden, Projekte in Ländern zu starten, die bisher keine Zentren wirtschaftlicher Aktivität seien, aber großes Potenzial bieten, heißt es.



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