Deutschland will den Export von verbotenen Pestiziden verbieten

Deutschland will den Export verbotener Pestizide in die EU verbieten – Im Jahr 2021 produzierten und exportierten deutsche Unternehmen 8.525 Tonnen verbotener Pestizide in die EU. Das Verbot dürfte Auswirkungen auf Brasilien haben, einen der Hauptabnehmer verbotener Substanzen im Block Deutschlands Landwirtschaftsminister Cem zdemir hat am Sonntag (11.09.) den Plan der Bundesregierung bestätigt, den Export gesundheitsschädlicher Pestizide zu verbieten . in einem Land, das in der Europäischen Union (EU) verboten wurde. Das Verbot tritt Anfang nächsten Jahres in Kraft und betrifft nach Brasilien importierte Produkte.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass wir zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung weiterhin Pestizide produzieren und exportieren, die wir im eigenen Land verboten haben“, sagte der Grünen-Politiker in einem Interview mit der deutschen Mediengruppe Funke.

zdemir betonte, dass das Recht auf Gesundheit universell sei und auch für Landwirte in anderen Ländern gelte. Dem Bericht zufolge sollen bis Ende dieses Jahres Vorschläge für Änderungen des deutschen Rechts mit einem Ausfuhrverbot für einige Pestizide eingereicht werden.

Das in der EU verbotene Ausfuhrverbot für Pestizide ist in der Einigung der deutschen Regierungskoalition aus Grünen, Sozialdemokraten und Liberalen geregelt. zdemir erklärte auch, dass das Land Frankreich dabei unterstützen würde, dieses Verbot auf die gesamte Europäische Union auszudehnen.

Der Minister betonte auch, dass diese Änderung auch einen positiven Nebeneffekt für die deutschen Landwirte haben wird, indem durch die Beendigung der Verwendung von im Inland verbotenen Produkten im Ausland ein wenig mehr Fairness im Wettbewerb geschaffen wird.

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurden im vergangenen Jahr mehr als 53.000 Tonnen Pestizid-Wirkstoffe bundesweit exportiert. Davon sind 8.525 Tonnen in der Europäischen Union verbotene Stoffe.

Das Verbot muss Brasilien treffen

Viele Pestizide, die in der Europäischen Union verboten sind, werden weiterhin von in der EU ansässigen Unternehmen für den Export hergestellt, wie etwa die deutsche BASF und Bayer. Das Unternehmen verteidigt den Verkauf dieses Produkts mit der Behauptung, dass die Substanz von den Gesundheitsbehörden im Land des Kaufs freigegeben wurde.

Das Verbot in Deutschland muss Brasilien erreichen. Eine von der Schweizer NGO Public Eye durchgeführte Umfrage aus dem Jahr 2019 ergab, dass das Land der zweitgrößte Abnehmer von Pestiziden ist, die auf europäischem Boden hergestellt, aber in der EU verboten sind. Im Jahr 2020 hat Greenpeace nachgewiesen, dass BASF und Bayer die Produktion von 12 % der zugelassenen Pestizide in Brasilien halten. Deutsche Firmen stellen zum Beispiel die in Europa verbotenen Insektizide Imidacloprid und Chlorfenapyr her.

cn(dpa, AFP, ots)

Ricarda Lange

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