Die Bundesregierung hat 40 russische Diplomaten der Berliner Botschaft zur „persona non grata“ erklärt, die aufgefordert wurden, das Land zu verlassen, berichtete Außenministerin Annalena Baerbock am Montag (4.4.2022). Es seien Menschen, die „Tag für Tag gegen unsere Freiheit und gegen unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt arbeiten“, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums, die sich auf die „enorme Brutalität“ der russischen Führung bezieht, verkörpert in Bildern ukrainischer Städte. Bucha.
„Wir sind besorgt, dass ähnliche Bilder in anderen von russischen Truppen besetzten Städten produziert wurden“, heißt es in der Erklärung weiter, wonach wir angesichts dieser „Brutalität“ von „der Festung unserer Freiheit“ aus reagieren müssen. Die zur „persona non grata“ erklärten Diplomaten sind Mitglieder der russischen Botschaft, deren Arbeit laut Foreign Affairs „eine Bedrohung für alle darstellt, die in unserem Land Zuflucht suchen“.
Der deutsche Staat werde die deutsche Tochtergesellschaft des russischen Riesen Gazprom wegen ihrer „Bedeutung für die Energieversorgung“ Deutschlands vorübergehend kontrollieren, kündigte Wirtschaftsminister Robert Habeck an. Die Bundesnetzagentur, die das Energienetz verwaltet, wird bis zum 30. September Verwalter der Gazprom Germania, deren alleiniger Eigentümer Gazprom ist. Habeck begründete die Entscheidung mit mangelnder Rechtsklarheit über die Situation des Unternehmens und damit, dass die russische Holding nach der Ankündigung, sich von ihrer Tochtergesellschaft zu trennen, Transparenzstandards nicht erfüllt habe.
Nach Informationen des Magazins „Der Spiegel“ hat Gazprom in den vergangenen Tagen versucht, Gazprom Deutschland an ein Unternehmen mit Sitz in St. Petersburg, was als Verhinderung einer Übernahme durch den deutschen Staat interpretiert wurde. Habeck weist darauf hin, dass eines der Probleme darin besteht, dass nicht klar ist, wer der neue Eigentümer der deutschen Gazprom werden soll. Darüber hinaus verdächtigt die Bundesregierung die deutsche Gazprom-Tochter, ihre Speicherkapazitäten taktisch einzusetzen, um die Gaspreiskrise des Landes zu verschärfen.
Der deutsche Bundespräsident selbst, Frank Walter Steinmeier, hat heute erstmals öffentlich seinen „Ermessensfehler“ eingestanden, als er in seiner Amtszeit als Außenminister die Notwendigkeit der Realisierung der deutsch-russischen Gaspipeline Nord Stream 2 verteidigte. Angelegenheiten. „Es war eindeutig ein Fehler“, sagte Steinmeier laut einer vom deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen ARD zitierten Quelle des Präsidenten angesichts der Kritik aus der Ukraine und Polen an seinem Management und der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel.
lgc (afp/efe)



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